So. 1. Juli 1990


Das "Gesetz zur Privatisierung und Reorganisation des volkseigenen Vermögens" (Treuhandgesetz) tritt in Kraft.

Mit dem 1. Juli 1990 wird der Verkauf aller in der DDR bis Ende Juni herausgegebenen Postwertzeichen in Mark der DDR an den Schaltern und über Verkaufsautomaten eingestellt. Wie aus einer Information des Ministeriums für Post- und Fernmeldewesens vom Dienstag weiter hervorgeht, behalten diese Postwertzeichen bis zum 31. August 1990 ihre Gültigkeit und können entsprechend ihrem Nennwert (1:1) verwendet werden. Am 1. September werden sie außer Kurs gesetzt. Ein Umtausch gegen neue Postwertzeichen in D-Mark ist nicht zulässig.
(Neues Deutschland, Mi. 27.06.1990)

Die Notaufnahme für Übersiedler aus der DDR ist seit gestern abgeschafft. Übersiedler aus der DDR müssen sich nun künftig bei einem Wohnungswechsel ins Bundesgebiet selbst uni Unterbringung und Arbeitsplatz kümmern. Bei Schwierigkeiten sind sie wie alle anderen Bundesbürger auf die Sozialhilfe angewiesen. Mit der Notaufnahme war insbesondere der Anspruch auf Überbrückungs- und Eingliederungsgeld verbunden.

Gleichzeitig tritt auch eine Neuregelung des Aufnahmeverfahrens für Aussiedler in Kraft.
(Neue Zeit, Mo. 02.07.1990)

Im DDR-Wirtschaftsministerium wird ein Amt für Konversion gegründet. Aufgelöst nach dem Vollzug der deutschen Einheit.

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