Mi. 27. Juni 1990


Berlin. Die DDR-Ausländerbeauftragte, Almuth Berger, hat kritisiert, dass Betriebe und Sparkassen in Halle und Dessau Ausländern die Währungsumstellung zum Kurs von 1:1 und 2:1 verwehren wollen. Alle Ausländer mit gültigen Aufenthaltsgenehmigungen seien aber DDR-Bürgern beim Währungsumtausch gleichgestellt, erklärte Frau Berger nach ADN-Angaben. Wenn Betriebe die Guthaben von ausländischen Beschäftigten nur 3:1 tauschen wollen, bestehe die Gefahr, dass sie um ihr Geld betrogen werden, betonte Frau Berger.
(Neue Zeit, Do. 28.06.1990)

Mieter in der DDR sollten nach Auffassung des stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Ulf Fink die Möglichkeit erhalten, ihre Wohnungen "unter Marktpreisen" zu erwerben. Ferner sprach sich Fink, der auch Vorsitzender der CDU-Sozialausschüsse ist, für die Zahlung von Wohngeld sowie eine Mietpreisbindung aus.
(Berliner Zeitung, Do. 28.06.1990)

Die NATO hat beschlossen, Beschränkungen für ihre Diplomaten und Mitarbeiter bei Reisen in die DDR aufzuheben.
(Junge Welt, Do. 28.06.1990)

Die zweite Fassung eines vorläufigen Status für den deutschen Fernsehfunks wird vom Medienkontrollrat gebilligt. Fünf Landessender sind vorgesehen. Die Kontrolle soll ein 49köpfiger Fernsehrat übernehmen.

Thema auf der 14. Sitzung des Ministerrates ist der Einigungsvertrag.

Erste Sitzung der vom Ministerpräsidenten der DDR, Lothar de Maizière, eingesetzte "Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR".

In Leipzig hat der Bundesverband Material-Managment seinen ersten Club eröffnet. Weitere sollen in Berlin und Schwerin folgen.

Ein Landesverband Berlin (Ost) des Verband der Kriegsopfer, Behinderten und Rentner Deutschland e. V. (VdK) wurde in Zusammenarbeit mit dem VdK Landesverband Berlin (West) gegründet.

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