Fr. 15. Juni 1990


Link zum Protokoll der 14. Sitzung der Volkskammer

Unterschiedliche Ansichten über Zukunft, Charakter und Funktion des Warschauer Vertrages konstatierte der Oberkommandierende der Vereinigten Streitkräfte, Armeegeneral Pjotr Luschew, am Freitag nach der 25. Sitzung des Komitees der Verteidigungsminister in Strausberg vor der internationalen Presse. Einig sei man sich dagegen gewesen, nach "neuen Wegen und Formen des Übergangs der Organisation in eine politische zu suchen". DDR-Minister Rainer Eppelmann hält den 1. September 1992 als realistisch für die politische Vereinigung Deutschlands und für die sicherheitspolitische Vereinigung Europas. Keine Meinungsverschiedenheiten hätte es darüber gegeben, dass man ein europäisches Sicherheitssystem, ein blockfreies Europa brauche.
(Neues Deutschland, Sa. 16.06.1990)

Kontakte zwischen Wissenschaftlern und Lehrern zu pflegen sowie slawistisches Wissen in das öffentliche Leben einzubringen, hat sich der Slawistenverband e. V. zur Aufgabe gestellt. Auf der Gründungsversammlung in Berlin wurde Prof. Dr. Michael Wegner aus Jena zum Vorsitzenden gewählt.
(Neues Deutschland, Sa. 16.06.1990)

Die Generalstaatsanwälte der Bundesrepublik und Generalbundesanwalt Alexander von Stahl haben in einem Appell Straffreiheit für ehemalige Spione in beiden deutschen Staaten gefordert. Nach einer zweitägigen Beratung schlugen sie eine Amnestie für die meisten der anhängigen Verfahren vor.
(Neues Deutschland, Sa. 16.06.1990)

Unter Leitung der Staatssekretäre Ablaß (DDR) und Carl und Pfahls (BRD) treffen sich hochrangige Militärs beider Seiten. Es sollen erforderliche Strukturen und Maßnahmen zur Angleichung der NVA an Gliederung, Organisationsstrukturen und Führungsgrundsätze der Bundeswehr erarbeitet werden.

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