DDR 1989/90Brandenburger Tor

02.05. Die Gewerkschaft Wissenschaft der DDR und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft der BRD wollen eine einheitliche gewerkschaftliche Interessenvertretung

07.05. Der DGB kündigt die Zusammenarbeit mit dem FDGB auf

08.05. Austritt der IG Bergbau-Energie und Wasserwirtschaft aus dem FDGB

09.05. An Stelle des FDGB tritt ein Bund der Vorsitzenden der Industriegewerkschaften und Gewerkschaften

28.05. Außerordentlichen Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Kunst, Kultur, Medien


03.05. In Warschau findet ein Gespräch zwischen den Regierungsvertretern Polens, der DDR und der BRD über die Frage der polnischen Westgrenze statt

15.05. Die Trabi-Ära geht zu Ende

17.05. Die Legislaturperiode der Bezirkstage wird bis zum 31.05. begrenzt. Für die Übergangszeit bis zur Bildung der Länder werden Regierungsbevollmächtigte in den Bezirken eingesetzt.

17.05. Verabschiedung einer Kommunalverfassung

18.05. In Bonn wird der Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion unterzeichnet

26.05. Gründungsparteitag der sächsischen SPD


05.05. 1. Zwei-plus-Vier-Verhandlungen auf Außenministerebene in Bonn

22.05. 3. Zwei-plus-Vier-Verhandlungen unterhalb der Außenministerebene


So. 6. Mai 1990


Das "rechtsextremistische Potential" in der DDR umfasst mehrere zehntausend junge Menschen. Das wurde am Wochenende auf einer Studientagung mitgeteilt, zu der die Kommission für kirchliche Jugendarbeit beim Bund der Evangelischen Kirchen der DDR in Beeskow (Bezirk Frankfurt/Oder) eingeladen hatte. Die Tagungsteilnehmer diskutierten vor allem vorbeugende Aufklärungs- und Erziehungsmaßnahmen, die ein Anwachsen des Rechtsextremismus verhindern sollen.
(Neue Zeit, Mo. 07.05.1990)

Soldaten der Nationalen Volksarmee und der Bundeswehr dürfen sich zukünftig gegenseitig in den Kasernen besuchen und Dozenten können an Militärakademien der jeweils anderen Seite abkommandiert werden. Das geht laut "Welt am Sonntag" aus Rahmenrichtlinien des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Admiral Dieter Wellershoff, über Kontakte zwischen Angehörigen der NVA und der Bundeswehr hervor, die am 15. Mai in Kraft treten und "bis zum Zeitpunkt der Vereinigung Deutschlands" gelten. Die Rahmenrichtlinien beruhen auf Vereinbarungen, die Bundesverteidigungsminister Gerhard Stoltenberg und DDR-Abrüstungs- und Verteidigungsminister Rainer Eppelmann bei ihrem ersten Treffen Ende April in Köln vereinbarten. Vorgesehen sind auch gemeinsame Seminare und Tagungen beider Armeen.
(Berliner Zeitung, Mo. 07.05.1990)

Von Montag bis Sonntag vergangener Woche wechselten nach Angaben des Bundesinnenministeriums 3 991 Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik über. Insgesamt verließen seit Beginn dieses Jahres 174 708 Übersiedler die DDR Richtung Bundesrepublik.
(Junge Welt, Di. 08.05.1990)

Mit "Antenne Brandenburg" geht die erste Landesrundfunkanstalt in der DDR auf Sendung. Gesendet wird über die Frequenzen der bisherigen Bezirkssender Cottbus, Frankfurt und Potsdam.

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