DDR 1989/90Brandenburger Tor


So. 28. Januar 1990


Wahlen zur Volkskammer der DDR werden am 18. März 1990 stattfinden. In eine Regierung der nationalen Verantwortung werden alle am Runden Tisch beteiligten oppositionellen Parteien und Gruppierungen einen Minister ohne Geschäftsbereich entsenden. Die Regierung der DDR wird einen Minister als Regierungsbeauftragten für den Runden Tisch benennen. Kommunalwahlen in Städten und Gemeinden werden am 6. Mai stattfinden. Das teilte Oberkirchenrat Martin Ziegler kurz vor Mitternacht über die Ergebnisse der Verhandlungen Hans Modrows mit den Parteien und Gruppierungen des Runden Tisches mit.

Die Beratung mit den Parteien und Gruppierungen des Runden Tisches am Sonntag in Berlin bezeichnete Ministerpräsident Hans Modrow kurz vor Mitternacht als eine Phase gemeinsamer Verantwortung, um die Demokratie in der DDR zu stärken. So sei dieser Kompromiss zu werten, erklärte er vor der Presse. DDR-Ministerpräsident Hans Modrow war am späten Sonntagnachmittag in Berlin mit den Persönlichkeiten von Parteien der Regierung sowie der Opposition zusammengetroffen. Anwesend waren die als Moderatoren des Runden Tisches tätigen Vertreter der Kirchen. Wichtigster Gegenstand der Beratung war die Bildung einer geschäftsführenden Regierung. Modrow hatte dieses Gespräch vergangenen Montag dem Runden Tisch vorgeschlagen. Die Opposition war unter der Voraussetzung darauf eingegangen, dass eine parteienunabhängige Übergangsregierung gebildet wird.
(Neues Deutschland, Mo. 29.01.1990)

Deutsch-Sowjetische Freundschaftsgesellschaft 28.01.1990

Anzeige in der Berliner Zeitung am 12.02.1990

Auf dem außerordentlichen Kongress der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, wird der Gründungspräsident der Gesellschaft, Jürgen Kucznski, zum Ehrenpräsidenten gewählt.

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