DDR 1989/90Brandenburger Tor

12.01. Verzicht auf Nachfolgeeinrichtungen der Staatssicherheit vor der Volkskammerwahl

14.01. Deutsch-Deutsche Wirtschaftskonferenz

15.01. "Sturm" auf die Stasizentrale in Berlin-Lichtenberg

17.01. Die erste Ausgabe der Anderen Zeitung in Magdeburg erscheint

18.01. Die Bundesregierung stellt klar, die vereinbarte Vertragsgemeinschaft vor der Volkskammerwahl wird es nicht geben.

19.01. Ingrid Matthäus-Maier von der bundesdeutschen SPD schlägt eine Währungsunion vor

28.01. Die Volkskammerwahl wird auf den 18.03. vorgezogen



Mo. 1. Januar 1990


Im vergangenen Jahr kamen in der DDR auf 100 000 Einwohner 33 Privatbäckereien. Nach Angaben des Statistischen Amtes sind das zehn weniger als 1980. Die Gesamtzahl der Bäckereien ging im gleichen Zeitraum von 7 119 auf 5 426 zurück. Der Anteil an der Frischbackwarenversorgung der Bevölkerung durch das Bäckerhandwerk sank damit auf 34 Prozent. Das Gros der 1989 im Wert von 3,2 Milliarden Mark produzierten Frischbackwaren lieferten die 12 Backwarenkombinate, Konsum- und andere Großbäckereien.
(Berliner Zeitung, Mi. 28.03.1990)

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums insgesamt 343 854 Menschen aus der DDR von den Behörden der BRD als Übersiedler registriert worden.

Die Zahl der Aussiedler aus Südost- und Osteuropa sei im gleichen Zeitraum auf 377 055 Menschen gewachsen. Davon kamen mehr als 250 000 aus Polen.
(Neue Zeit, Sa. 06.01.1990)

Der offizielle Wechselkurs Mark der DDR zur D-Mark beträgt ab heute 3:1.

Nach einem Gottesdienst wird in Annaberg demonstriert.

In Gera wird die Gedenkstätte für die sowjetischen Soldaten in der Nacht zum 01.01. geschändet.

Seit Anfang Januar hat die Stadt Bitterfeld einen Umweltbeauftragten.

Seit heute gibt es das Ministerium für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft.

Die National-Demokratische Partei veröffentlicht ihr Programm zur Volkskammerwahl am 6. Mai 1990.

Reiseführer aus der DDR und der BRD über die DDR erfreuen sich einer bisher nicht gekannten Beliebtheit.

In Dresden eröffnet die Dresdner Bank eine Informationsstelle mit zwei Mitarbeitern.

Der Berliner Senat hebt die unentgeltliche Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von DDR-Bürgern in Westberlin auf. Ein Fahrschein mit einer Gültigkeit von zwei Stunden kostet für DDR-Bürger 2 DDR-Mark.

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