Mo. 5. Februar 1990


11. Sitzung des Zentralen Runden Tisch in Berlin. Link zu einem Bericht über die Sitzung.

Link zu Beschlüssen der Volkskammer

Link zu Beschlüssen der Volkskammer zur Volkskammerwahl, zu staatlichen auszeichnungen

NEUBRANDENBURG. Einhundert Schützenpanzerwagen der Grenztruppen de DDR erhielt am Montag das Reparaturwerk Neubrandenburg zum Verschrotten. Optik und Motoren sowie Werkzeuge gehen in die Volkswirtschaft.
(Junge Welt, Di. 06.02.1990)

In "Clärchens Ballhaus" wird der Gaststätten- und Hotelverband Berlin e. V. gegründet.

Die Initiativgruppe Förderverein Jugendfreizeit- und -sozialarbeit lädt zu einer Gründungsversammlung ein.

Erste Wirtschaftsprüfer aus dem Westen fassen in der DDR Fuß.

In den Geschäftsräumen der Genossenschaftskasse in Plauen haben die Raiffeisenbank und die Volksbank Hof gemeinsam ein Informationsbüro eröffnet.

Briefpost aus der DDR wird vom Bundesnachrichtendienst von sofort an nicht mehr kontrolliert, teilt der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Lutz Stavenhagen, mit.

In einem Interview in der Berliner Zeitung sagt der Regierende Bürgermeister von Berlin Walter Momper:

"Den verschiedentlich geäußerten Gedanken, ein vereinigtes Deutschland müsse NATO-Mitglied sein, das Bündnis also bis an Oder und Neiße ausgedehnt werden, halte ich nicht für akzeptabel. Er missachtet die Sicherheitsbedürfnisse Polens und der Sowjetunion und gefährdet die Position Michail Gorbatschows. Der Vorschlag, ein neutrales Deutschland zu schaffen, negiert die feste Verankerung der Bundesrepublik im westlichen Wertesystem. Aus diesen und anderen Gründen halte ich ihn nicht für vernünftig. Was wir brauchen, ist nicht der untaugliche Versuch, altes und für immer regeln zu wollen, sondern ein pragmatisches Herangehen für die Zeit nach dem 18. März. Dies soll Einheit ermöglichen, ohne Sicherheitsinteressen zu verletzen."

Nach einer Mitteilung des französischen Innenministeriums brauchen DDR-Bürger für einen eintägigen Aufenthalt in Frankreich kein Visum.

Link zum Bulletin der Bundesregierung 21/90 zur Überprüfung der Kontrollmaßnahmen gegenüber der DDR.

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