Mo. 6. November 1989


Link zur Wochenübersicht des MfS Nr. 45/89 vom 06.11.1989

Während eines Jugendforums im Kreiskulturhaus in Weißenfels wird die Trennung von FDJ und Schule sowie den Rücktritt des 1. Sekretärs der SED-Kreisleitung gefordert.

Bei der Kundgebung auf dem Alten Markt in Magdeburg bekommt der Oberbürgermeister den Unmut der Versammelten zu spüren.

In mehren Städten gibt es am Abend Diskussionsveranstaltungen.

In einen Offen Brief fordern Frauen die Bildung eines Ausschuss für Frauenfragen in der Volkskammer.

In der Sächsischen Zeitung wird das endgültige Aus des geplanten Reinstsiliziumwerk Dresden-Gittersee verkündet. Das Politbüro des ZK der SED hatte im Mai 1987 beschlossen, den Uranbergbaubetrieb "Willi Agatz" 1990 stillzulegen und auf seinem Gelände ein Reinstsiliziumwerk zu errichten. Dagegen gab es massive Proteste.

Wolfgang Meyer wird in das neu geschaffene Amt, eines Sprechers der Regierung, berufen.

In Rostock gründet sich der Gerechtigkeitsausschuss. Einen Gerechtigkeitsausschuss zu bilden war von Wolfgang Schnur während einer Dialogveranstaltung am 01.11.1989 vorgeschlagen worden.

Der Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, ordnet mit Befehl 25/89 an, den Bestand an dienstlichen Bestimmungen und Weisungen und anderen operativen Dokumenten in den Kreisdienststellen/Objektdienststellen wesentlich einzuschränken und auf den unbedingt notwendigen Umfang zu reduzieren.

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