Fr. 10. November 1989


Link zum Kommuniqué der 10. Tagung des Zentralkomitees der SED

Link zum MfS-Bericht über die Lage an der Grenze

Dr. Georg Böhm, Präsidiumsmitglied der DBD, sprach in Berlin mit Prof. Jens Reich, einem Initiator des Neuen Forum. Sie tauschten Standpunkte zur Erneuerung unseres Landes aus.
(Berliner Zeitung, Sa. 11.11.1989)

Erste Pressekonferenz der vorläufigen Sprechergruppe des Neue Forum Leipzig.

Am Nachmittag hält der Demokratische Aufbruch im Christlichen Hospiz in Berlin eine Pressekonferenz ab.

Im "Martin-Niemöller-Haus" in Jena Alt-Lobeda findet die Gründung des Ortsverbandes Jena der SDP statt.

Im Interklub in Rostock gründet sich der Stadtverband der Sozialdemokratischen Partei in der DDR.

Der SDP-Ortsverband Uchtspringe (Kreis Stendal) gründet sich.

In Rostock wird die örtliche SDP gegründet. Die Gründung einer Sozialdemokratischen Partei gab es bereits am 08.10.1989 unabhängig von der SDP-Gründung am 07.10. in Schwante.

Rainer Eppelmann und Wolfgang Schur vom Demokratischen Aufbruch und der stellvertretende Vorsitzenden der LDPD, Hans-Dieter Raspe treffen sich in Berlin zu einem Gespräch.

Ibrahim Böhme, Martin Gutzeit, Steffen Reiche u. a. treffen sich am Abend im Christlichen Hospiz in Berlin mit Willy Brandt, Dietrich Stoppe und Hans-Jochen Vogel von der SPD.

Link zum Tondokument

In Dessau wird die Streichung der führenden Rolle der SED in der Verfassung gefordert. Die Kampfgruppen sollen aufgelöst werden. Und die Mitarbeiter des MfS sollen in die Produktion gehen.

In Teterow, Bezirk Neubrandenburg, demonstrieren rund 300 Menschen vor der MfS-Kreisdienststelle.

4 000 Personen demonstrieren in Görlitz durch die Innenstadt.

Eine Dialogveranstaltung auf dem Marx-Enges-Platz findet in Bernburg (Saale) statt.

Im Kreiskulturhaus in Pritzwalk findet die zweite Dialogveranstaltung statt. Erstmals dürfen Vertreter des Neuen Forum daran offiziell teilnehmen.

Die "Brücke der Einheit" zwischen Potsdam und Berlin wird geöffnet. Hier wurden Agenten der "Blöcke" ausgetauscht. Die "Brücke der Einheit" heißt heute "Glienicker Brücke".

Egon Krenz erlässt den Befehl 12/89 über die Bildung einer "operativen Führungsgruppe". Sie soll Informationen über die Lage in der DDR sammeln und analysieren. Daraus sollen Vorschläge erarbeitet werden.

Einen Runden Tisch fordert am Morgen der SPD-Vorsitzende, Hans-Jochen Vogel. Aufgabe des Runden Tisches soll es sein, die Aufgaben im Zusammenhang mit der großen Zahl von Übersiedlern aus der DDR zu koordinieren und besser zu bewältigen.

Die sowjetische Regierung schickt eine Botschaft an die drei westlichen Alliierten, mit der Öffnung der DDR-Grenze werden Unruhen und eine chaotische Situation mit unübersehbaren Folgen befürchtet. Es wird auf die Nachkriegsrealität, die Existenz zweier deutscher Staaten hingewiesen. Vor politischen Extremismus in der BRD wird gewarnt.

Es wird ein Vorschlag von Viermächtegesprächen unterbreitet. Das Bundeskabinett hatte zuvor eventuelle Gespräche der Viermächte über die Köpfe der Deutschen hinweg missbilligt.

Link zu einem Telefonat zwischen Helmut Kohl und Gerorge Bush.

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