DDR 1989/90Brandenburger Tor


Fr. 27. April 1990


Einen Aufnahmestopp für Ausländer hat der Rat der Stadt Dresden verfügt. Anträgen auf Zuzug aus allen europäischen Ländern wird nur dann stattgegeben, wenn keine Wohnungen benötigt werden. Bürgern aus der BRD und aus Westberlin wird empfohlen, sich zuerst Arbeit und Wohnraum zu beschaffen, bevor sie nach Dresden kommen.
(Neues Deutschland, Fr. 27.04.1990)

Einen Landesverband Berlin wollen auch die Allergiker und Asthmatiker gründen. Zu einer Informationsveranstaltung mit ärztlichem Vortrag und Diskussion wird am 2. Mai um 16 Uhr in den Festsaal des Parteivorstandes der CDU (Platz der Akademie) eingeladen.
(Neue Zeit, Fr. 27.04.1990)

Ein Amateurtheaterverband der DDR e. V. ist kürzlich in Leipzig gegründet worden. Zum Vorsitzenden wurde Michael Hametner, Leiter des Poetischen Theaters Leipzig, gewählt. Vertreter von 52 der mehr als 220 Amateurbühnen des Landes nahmen an der Gründungsversammlung teil.

Vorstand, Verwaltungsrat und Direktorium der Neuen Bach-Gesellschaft e. V. mit Sitz in Leipzig haben auf ihrer jüngsten Tagung der Bitte des Vorsitzenden, Prof. Dr. Hans Pischner, entsprochen, ihn von seiner Funktion zu entbinden. Neuer Vorsitzender wurde Prof. Dr. h. c. Helmuth Rilling, zu seinem Stellvertreter wählte man den Leipziger Theologen und Bachforscher Dr. Martin Petzold.
(Neue Zeit, Fr. 27.04.1990)

Der Minister für Abrüstung und Verteidigung der DDR Rainer Eppelmann und der Bundesverteidigungsminister Dr. Gerhard Stoltenberg vereinbaren bei ihren ersten Treffen in einem Hotel am Köln-Bonner Flughafen eine Rahmenrichtlinie über den Kontakte der Soldaten beider Armeen.

Offizielle Beziehungen und Kontakte zwischen Führungsstäben, Verbänden und Einheiten sowie Institutionen der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee sollen aufgenommen und gefördert werden.

Nicht vorgesehen sind, Beteiligungen an Übungen, Militärischen Wettkämpfen, Paraden, Gelöbnissen, Zapfenstreichen, Patenschaften und Veranstaltungen wie z.B. Waffenschauen einschließlich der Bereitstellung von Material und Gerät zu derartigen Veranstaltungen.

Die gegenseitigen Begegnungen sind kein Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit.

Erst beim zweiten Treffen zwischen Rainer Eppelmann und Gerhard Stoltenberg am 28.05.1990 in Strausberg bei Berlin wird die "Rahmenrichtlinie über dienstliche und außerdienstliche Kontakte zwischen Soldaten der Bundeswehr und Angehörigen der Nationalen Volksarmee" mit Wirkung zum 01.06.1990 in Kraft gesetzt.