Di. 24. April 1990


Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag der BRD, Wolfgang Bötsch, hat am Dienstag Äußerungen des DDR-Ministers für Abrüstung und Verteidigung, Rainer Eppelmann, über die beiden Militärbündnisse nachdrücklich widersprochen. Bötsch rügte vor Journalisten in Bonn insbesondere die Aussage Eppelmanns, dass solange sowjetische Truppen auf dem Gebiet der heutigen DDR stationiert blieben, wie NATO-Einheiten auf dem Gebiet der BRD stehen werden.
(Neues Deutschland, Mi. 25.04.1990)

"Hier ist Deutschland zu Ende" und "Für eine europäische Friedensordnung" hieß es am Dienstag auf Spruchbändern am Neiße-Ufer in Forst. Jugendliche drückten ihre Forderung nach Unantastbarkeit der deutsch-polnischen Grenze aus.
(Neues Deutschland, Mi. 25.04.1990)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Berlin/Ost (GEW) ist in Berlin gegründet worden. Lehrer, Erzieher, Kindergärtner, tätige Wissenschaftler, technische Kräfte von Bildungseinrichtungen und Jugendhilfemitarbeiter können Mitglieder werden. Vorsitzende wurde durch einstimmige Wahl Petra Burkert, die am Zentralen Runden Tisch mitarbeitete.

In Magdeburg hat sich der Verband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt e. V. konstituiert. Die bisher 69 Mitgliedsunternehmen haben rund 107 000 Beschäftigte.

Der Wirtschaftsverband Thüringer Handelsvertreter und Handelsmakler hat sich in Erfurt als erste Berufsorganisation dieser Art in der DDR gegründet. Zu seinen Aufgaben zählen die Interessenvertretung auf fachlichem und sozialpolitischem Gebiet sowie Rechtsberatung, Schutz der Mitgliedsbetriebe vor Übervorteilung sowie Unterstützung bei der Beschaffung von Büro- und Lagerraum.
(Neues Deutschland, Di. 24.04.1990)

In Magdeburg demonstrieren Studenten.

Δ nach oben