DDR 1989/90Brandenburger Tor


So. 17. September 1989


Eine Studiendelegation der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen aus Aschaffenburg (BRD) besuchte am Sonntag die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Im ehemaligen Konzentrationslager auf dem Ettersberg gedachten die Frauen der Opfer der Naziherrschaft und legten Blumen im ehemaligen Krematorium nieder. Die Leiterin der Delegation, Christiane Eckardt, sagte, dass die Diskussionen während des mehrtägigen Aufenthaltes gezeigt haben, wie wichtig es sei, dass Frauen aus der BRD und der DDR miteinander sprechen. Sie betonte die gemeinsame Verantwortung dafür, dass sich Faschismus und Krieg nie wiederholen.

Nach einem Besuch der Stadt Weimar trat die Studiendelegation, die auf Einladung des DFD in der DDR weilte, die Rückreise, an.
(Neues Deutschland, Mo. 18.09.1989)

Ungarn habe im Namen der Menschlichkeit den DDR-Flüchtlingen den Grenzübertritt gestattet, erklärte der ungarische Ministerpräsident Miklos Nehmeth in der Zeitung "Bild am Sonntag". Wenn man das europäische Haus wirklich bauen wolle, könne man die Grenzen nicht wieder schließen, meinte er.