DDR 1989/90Brandenburger Tor

Impressum

Abkürzungen O

OA Oberarzt
Offene Arbeit
OAG Operative Arbeitsgruppe
ÖAG Ökologische Arbeitsgruppe (Z.B. die Ökologische Arbeitsgruppe beim Kirchenkreis Halle. Sie gab das "Blattwerk" heraus. Gegen die Ökologische Arbeitsgruppe beim Kirchenkreis Halle wurde der Operative Vorgang "Heide" eröffnet.)
ÖAK Ökologischer Arbeitskreis (Der ÖAK der Dresdner Kirchenbezirke wurde 1980 gegründet, Auflösung 1993, im ÖAK waren im Sommer 1989 16 Gruppen integriert. Ab 1985 wurde eine Ökobibliothek betrieben, eine Zusammenarbeit mit dem Netwerk "arche" wurde abgelehnt.)
OAM Operative Ausgangsmaterialien (MfS)
OaZ Offizier auf Zeit
OB oberste Bergbehörde beim Ministerrat der DDR
OBK Oberbekleidungskombinat Berlin
OBL Oberbauleitung
OBM Oberbürgermeister
Obv Oberbauvorschrift
OD Objektdienststelle (MfS)
ÖD Öffentlicher Dienst (Gewerkschaft ÖD, hervorgegangen aus MSK)
Ökonomischer Direktor
OdF Opfer des Faschismus (Die Bildung eines Hauptausschusses Opfer des Faschismus bei der Berliner Magistratsabteilung für Sozialwesen wird am 03.06.1945 bekannt gegeben. Die erste Arbeitstagung des Hauptausschusses beim Magistrat fand am 23.06.1945 statt. Leiter des Hauptausschusses wird Karl Raddatz. Er wird mit BK/O (Berlin Kommandatura Order) (46) 130 am 14.03.1946 entlassen. Ihm und anderen wurde parteipolitische Betätigung vorgeworfen. Mit BK/O (46) 176 wird dem Hauptausschuss Opfer des Faschismus jede parteipolitische Betätigung untersagt. Die erste Delegiertenkonferenz der Opfer des Faschismus von Groß-Berlin am 23.11.1946 diente der Vorbereitung einer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN).
Am 31.08.1945 wird an den Dichter Thomas Mann appelliert, nach Deutschland zurückzukehren. Die Reichskonferenz der Opfer des Faschismus fand am 16.09.1945 in Stuttgart statt.
ODH Offizier des Hauses
OdN Opfer der Nürnberger Gesetze (Mit BK/O (47) 266 wird der Berliner Verband der Opfer der Nürnberger Gesetze am 20.11.1947 genehmigt. Die erste Versammlung fand am 04.12.1947 statt. Der Berliner Verband der Opfer der Nürnberger Gesetze sprach sich in einer Versammlung am 15.01.1948 gegen die VVN aus, da sie wie die OdF von der SED beherrscht seien. Am 11.09.1948 wird vom Berliner Verband der Opfer der Nürnberger Gesetze den Abbruch aller Verbindungen zum VVN bekanntgegeben.)
ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei (Gründung am 27.02.1990)
ODR Ostsee-Druck Rostock
ODS Ordnung, Disziplin, Sauberkeit
ODV Organisation und Datenverarbeitung
OEB organisationseigener Betrieb (der SED), Aufgabe z.B. Gebäudemanagment oder Druckerei "Neues Deutschland"
OES Operativer Einsatzstab
ÖFI Ökonomisches Forschungsinstitut bei der Staatlichen Plankommission
ÖFK Ökumenischer Friedenskreis der Region Forst (Der ÖFK wurde am 01.02.1988 gegründet. Im selben Jahr wurde er im Netzwerk Arche Mitglied. Später trat er Demokratie Jetzt bei. Im November 1989 wurden Auflösungserscheinigungen sichtbar. Die übrig geblieben Mitglieder gründeten 1991 einen "Eine-Welt-Laden".
Der ÖFK gab den "Aufbruch" heraus. Es erschienen 12 Ausgaben. Gegen die Herausgeber wurde Druck ausgeübt und Bußgelder verhängt. Der ÖFK baute einen Friedensbibliothek auf.)
OFM Oberflussmeisterei
OfS Offziere für Sonderaufgaben (des MfS)
OG Oberstes Gericht
Operationsgebiet
Operativgruppe
OGA Oranienburger Generalanzeiger (Start am 19.04.1990 mit einer Auflage von 35 000. Zunächst wurde die Wochenzeitung aus Hamm (Westfalen) geliefert. Ab 06.09.1990 Tageszeitung. Der OGA übernahm die Gransee Zeitung und den Ruppiner Anzeiger.)
OGL Ortsgewerkschaftsleitung
OGO Ortsgewerkschaftsorganisation
OGS Obst, Gemüse, Speisekartoffel (Wirtschaftsvereinigung)
Operative Grenzschleuse
OHS Offiziershochschule
OibE Offizier im besonderen Einsatz (MfS)
ÖIZ Ökumenisches Informationszentrum für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und In- und AusländerInnenarbeit Dresden (gegründet am 01.07.1990, Nachfogekreis des ÖAK Dresden)
OKR Oberkirchenrat
Ökohaus e.V. Der eingetragener Verein Ökohaus wurde von Demokratie Jetzt und der Grünen Partei am 12.04.1990 in Rostock gegründet.
ÖLB Örtliche Landschaftsbetriebe (Gründung in den 50ziger Jahren)
OLG Ostdeutsche Lotto GmbH (existierte bis 30.09.1992) Nachfolgeeinrichtung des VEB Vereinigte Wettspielbetriebe
OLZ Operativ- und Lagezentrum
OMR Obermedizinalrat
OMS Objekt Mosambik/Staßfurt
ÖMZ Ökumenisch-Missionarisches Zentrum/Berliner Missionsgesellschaft.
OpD Operativer Diebsthabender (auch OPD abgekürzt)
OPK Operative Personenkontrolle
OPL operative Planung und Leitung
Ortsparteileitung
OPO Ortsparteiorganisation
OQP operative Quartalsplanung
ORGREB ORGREB - Institut für Kraftwerke Vetschau
ÖRK Ökomenischer Rat der Kirchen
ORSTRA Kombinat ORSTRA Hydraulik Leipzig
ORWO Orginal Wolfen
ORZ Organisations- und Rechenzentrum
OS Oberschule
OSD Ordnung, Sicherheit und Disziplin
OSG ständige Kommission Ordnung, Sicherheit und Gestzlichkeit
OSK Offizier für Sicherheit und Kontrolle
OSP Organische Spezialprodukte
OSR Ortssprecherrat (Neues Forum)
ÖSS Ökonomisches System des Sozialismus
OSSD Ordnung, Sauberkeit, Sicherheit, Disziplin
OSV Ordnungsstrafverfahren
OT Operativtechnik
Ortsteil
OTB Obertrikotagenbetrieb
OTR operativ-taktische Rakete
OTS operativ-technischer Sektor (des MfS)
OV Objektverantwortlicher
Operativer Vorgang (MfS)
ÖV Ökumenische Versammlung
OvD Offizier vom Dienst
OVL Operative Verkehrslenkung
OVR Oberveterinärrat
OVST Ortsvermittlungsstation
ÖVW Örtliche Versorgungswirtschaft
OWG Gesetz zur Bekämpfung von Ordnungswidrigkeiten
OWVO Ordnungswidrigkeitenverordnung
OZ Ostsee-Zeitung (Organ der SED-Bezirksleitung. Sie entstand nach der Auflösung der "Landeszeitung" 1952. Die OZ wurde durch die "Lübecker Nachrichten" übernommen. Der Axel Springer Verlag wurde 1992 Gesellschafter mit einem Anteil von 50 %.)
ÖZU Ökumenisches Zentrum für Umweltarbeit Wismar (Gründung Mai 1988, die Vorläufer reichen bis ins Jahr 1983 zurück. Ursprünglich sollte ein Ökologisches Informations- und Kommunikationszentrum gegründet werden. Was von staatlichen Stellen verhindert wurde. Es gelang aber das ÖZU zu gründen. Bestätigt durch den Kirchengemeinderat. Im Februar 1989 machte der Gemeindekirchenrat einen Rückzieher. Der Pastorenkonvent erreichte, dass die Arbeitsgemeinschaft erhalten blieb.
Das ÖZU führte Veranstaltungen durch. Kontakte gab es zum Grün-ökologische Bund Arche und dem Kirchlichen Forschungsheim Wittenberg. Da zwischen Wismar und Lübeck eine Städtepartnerschaft bestand, gab es das Bestreben zu den Grünen in Lübeck Kontakt aufzunehmen. Im März 1989 kam es zu einem Gespräch mit Wismarer-Stadtverordnete. Einen Kandidaten auf der Liste der CDU zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung im Mai 1989 zu platzieren misslang. Im März 1989 berichte die Auswertungs- und Kontrollgruppe des MfS, dass dies im Zusammenwirken mit dem Kreissekretär der CDU gelang. Das MfS verhinderte, dass bei einem Besuch des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, ein Brief zu den steigenden Mülltransporte zur Mülldeponie Schönberg, an ihn übergeben werden konnte.
Mit dem Aufkommen der neuen Gruppierungen im Herbst 1989 kam es zu einer Erosion im ÖZU. Mitglieder des ÖZU arbeiteten z.B. im Neuen Forum mit. ÖZU-Mitglieder waren am Runden Tisch in Weimar vertreten. Nachdem eine Vertreterin des ÖZU am Runden Tisch als IM enttarnt wurde, zerbrach das ÖZU. Auflösung im Sommer 1990.

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