DDR 1989/90Brandenburger Tor

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Fr. 8. September


Alle 116 DDR-Bürger, die sich zum Teil seit mehr als einem Monat in der Berliner Ständigen Vertretung der BRD aufhalten, verlassen ihren Zufluchtsort. Wie es in einer von ADN verbreiteten Erklärung der Ständigen Vertretung heißt, wurden die DDR-Bürger "umfassend über die Situation unterrichtet, so dass sie in die Lage versetzt wurden, ihre selbständige Entscheidung zu treffen. Alle Facetten des Problems wurden dargelegt, es wurde keinerlei Druck auf die Betroffenen ausgeübt. Zusagen zur Ausreise wurden nicht gegeben, aber die umfassende anwaltliche Betreuung wurde zugesagt. An den Gesprächen nahmen neben dem Leiter der STÄV, Dr. Bertele, Rechtsanwalt Prof. Dr. Vogel, Staatssekretär im BMB, Dr. Priesnitz, und der Vorsitzende des Berliner Kollegiums der Rechtsanwälte, Dr. Gregor Gysi, sowie Dr. Stagulla, teil."
(ND, 9./10. 9. 1989)

bis hier aus: Sabine und Zeno Zimmerling, Neue Chronik DDR 1. Folge 2. Auflage Verlag Tribüne Berlin GmbH 1990 ISBN 3-7303-0582-4

In Bonn wird Lech Walesa wie ein Staatsoberhaupt empfangen. Walesa äußerte sich besorgt über die Diskussion in der BRD über die Oder-Neiße-Grenze.