DDR 1989/90Brandenburger Tor

Impressum

Abkürzungen D

DA Deckadresse

Demokratischer Aufbruch - sozial + ökologisch

Deutsche Alternative (gegründet am 05.05.1989 in Bremen, erste Ortsgruppen in der DDR Ende Dezember in Dresden und Cottbus, verboten 1992)

Dienstanweisung
DABA Deutsche Aussenhandelsbank Aktiengesellschaft (gegründet am 01.07.1966)
DAE Dienstaufwandsentschädigung
DAFRIG Deutsch-Afrikanische Gesellschaft (Um die Gründung der "Deutsch-Afrikanischen-Gesellschaft in der DDR" vorzubereiten, hat sich am 28. Februar in Berlin ein Initiativ-Komitee konstituiert, meldete die Berliner Zeitung am 01.03.1961. Die Gründung erfolgte am 17.03.1961 auf einer Sitzung in der Akademie der Wissenschaften in Berlin.)
DAG Deutsche Astronomische Gesellschaft
DAK Deutsche Akademie der Künste (Die deutsche Verwaltung für Volksbildung hat eine Kommission zur Vorbereitung der Schaffung einer deutschen Akademie der Künste in Berlin gebildet, meldete das Neue Deutschland am 01.04.1949. Am 04.07.1949 trat der vorbereitende Ausschuss der Deutsche Akademie der Künste zu Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Ab 1972 Akademie der Künste der DDR.)
DAKT die Andere Kommunalpolitik Thüringen (gegründet im Dezmeber 1990)
DAL Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (ab 1972 Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR)
DAM Deutsches Amt für Messwesen
DAMW Deutschen Amtes für Material- und Warenprüfung ("Zur Verstärkung des Kampfes um Qualitätsverbesserung wurde die Errichtung des deutschen Amtes für Material- und Warenprüfung beschlossen, dem alle öffentlichen Institutionen, die sich mit der Material- und Warenprüfung befassen, unterstellt werden", berichtet die Berliner Zeitung am 17.02.1950.)
DARAG Auslands- und Rückversicherungs-AG der DDR
DAS daheim ausharrende Sozialisten
DASR Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft "Walter Ulbricht" Potsdam-Babelsberg (1973 umbenannt in Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft)
DAV Dienstleistungsamt für ausländische Vertretungen

Deutscher Anglerverband (gegründet am 13.05.1958)
DAW Deutsche Akademie der Wissenschaften (Die Genehmigung zur Wiedereröffnung "auf der Grundlage der ehemaligen Preußischen Akademie der Wissenschaften" wurde mit Befehl vom 01.07.1946 durch die Sowjetische Militärverwaltung erteilt. Am 01.08.1946 wird die Akademie mit einem Festakt im Deutschen Theater Berlin eröffnet. Ab 1972 Akademie der Wissenschaften der DDR.)
DAZ Die Andere Zeitung (Die DAZ gab es in Berlin, Eisenach, für Leipzig und Halle, Magdeburg und Potsdam. Die Gründungen und Herausgabe erfolgten unabhängig voneinander, die Einstellungen der Zeitungen auch. Wegen desselben Namens für verschiedene Zeitungen gab es Probleme mit dem Vertrieb und der Abrechnung. Am 05.04.1990 kam es in Berlin zu einem Treffen der DAZ-Redakteure. Die Andere Zeitung in Eisenach hatte nur sechs Ausgaben. Erste DAZ Eisenach am 29.12.1989. Letzte DAZ im Februar 1990. Nach der Nr. 64 vom 16.04.1991 stellte die DAZ in Leipzig ihr Erscheinen ein. In Magdeburg erschien die erste Ausgabe der DAZ am 17.01.1990. Sie sollte ursprünglich "Neue Demokratie" heißen. Die letzte Ausgabe erschien am 02.05.1990. "die andere", wie die DAZ in Berlin hieß, konnte sich am längsten über Wasser halten. Sie erschien am 26.02.1990 zum ersten Mal. Am 05.08.1992 war auch dort Schluss.)
DB Deutsche Bücherei (in Leipzig)

Dienstberatung

Dienstbereich

Direktionsbereich

Durchführungsbestimmung
DBA Deutsche Bauakademie (Die Regierung der DDR beschließt am 25.01.1951 die Gründung der Deutschen Bauakademie. Zur Gründung findet ein Staatsakt am 08.12.1951 im Berliner Admiralspalast statt. Umbenennung 1973 in Bauakademie der DDR.)
DBB Deutsche Bauernbank (Am 19.01.1950 wird von der Regierung ein Entwurf eines Gesetzes über die Errichtung der deutschen Bauernbank genehmigt, verkündete die Berliner Zeitung am 20.01.1950. Das Gesetz über die Gründung wird am 23.02.1950 durch die Provisorische Volkskammer verabschiedet. Ab 1963 Deutsche Landwirtschaftsbank, ab Oktober 1968 Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR. Rechtsnachfolgerin der Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR wird die Genossenschaftsbank Berlin. Gegründet am 01.04.1990. Die Genossenschaftsbank Berlin wird zum 01.06.1990 von der Deutsche Genossenschaftsbank Frankfurt/Main übernommen.)

Druck- und Bürotechnikbetrieb Berlin-Biesdorf
DBD
Logo der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands
Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) (Du bist dabei, Eigenwerbung; offizielle Gründung am 29.04.1948. Zulassung durch die Sowjetische Militärverwaltung in ihrer Zone am 16.06.1948. Die DBD hatte 52 Sitze in der Volkskammer, 321 in den Bezirkstagen, 2 040 in den Kreistagen, 13 800 in den Gemeindevertretungen und 131 in den Stadtbezirksversammlungen.

Sie gab eine Zeitung, "Bauern-Echo", heraus. Aus ihrem Organ wurde "Die Tageszeitung für Politik, Landwirtschaft, Ökologie und Freizeit". Aus dem Bauern-Echo wurde das "Deutsche Landblatt". Es wurde von der FAZ-Gruppe übernommen. Ab Mai 1991 wurde eine Ausgabe für die alten Bundesländer herausgegeben. Das Ende kam ein gutes Jahr später, im Juli 1992.

In Borkheide bei Potsdam befand sich die zentrale Bildungsstätte "Thomas Müntzer", der DBD. Die Mitgliedszahl der DBD lag bei 115 000.

Am 15.12.89 wurden programmatische Leitsätze veröffentlicht, in denen es heißt: "Die DBD sieht in der revolutionären Erneuerung der Gesellschaft die historische Chance für eine demokratische, humanistische und soziale Alternative auf deutschem Boden". Auf ihrem Parteitag am 27./28.01.1990 wurde beschlossen, "sich nie wieder anderen Parteien unterzuordnen". Die DBD war die einzige Partei des Demokratischen Blocks, die ihren bisherigen Vorsitzenden 1989/90 wieder wählte.

Als Wahlkampfzuschuss im 1. und 2. Quartal 1990 beantragte die DBD 15,9 Millionen Mark beim Ministerium der Finanzen, die auch bewilligt wurden.

Es gab im Mai 1990 inoffizielle Kontakte zwischen Vertretern der DBD und der SPD. Die SPD versuchte Mitglieder der DBD für sich zu gewinnen ohne die DBD-Funktionärsebene zu berücksichtigen. Was in die Hose ging. Auf einer Delegiertenversammlung in Borkheide am 15.09.1990 wurde der Anschluss an die CDU beschlossen.)
DBF Devisenbetriebsfonds
DBG Deutsche Botanische Gesellschaft
DBI Deutsches Brennstoffinstitut Freiberg (Mit der Deutsche Babcock Werke AG wurde 1990 eine gemeinsamen Gesellschaft unter dem Namen Brennstoff- und Energietechnik GmbH gegründet.)
DBO Deutsche Bauordnung
DBR VEB Deutsche Binnenreederei (vormals Deutsche Schiffahrts- und Umschlagebetriebe (DSU))
DBS Deutsches Bauernsekretariat

Direktionsbeschaffungsstelle (der Deutschen Reichsbahn)
DBSV Deutscher Billard-Sportverband der DDR (gegeründet am 13.04.1958)

Deutscher Bogenschützen-Verband der DDR (gegründet am 23.10.1959)
Logo der Deutschen Biertrienker Union Deutsche Biertrinker Union (gegründet am 20.02.1990 am Stammtisch des Warnemünder "Teepot". Die Partei sah im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch eine ihrer Aufgaben. Frühstes Eintrittsalter 16 Jahre. Dem Aufnahmeantrag mussten die Kosten für eine Kiste Exportbier beigefügt werden. Die DBU war am Runden Tisch der Stadt Rostock vertreten. Ihre Kandidaten seinen keine "Flachen" wurde betont. Bei der Wahl zur Volkskammer bekam sie 2 534 Stimmen. Sie konnte nur im Bezirk Rostock gewählt werden. Bei den Kommunalwahlen am 06.05.1990 konnte je ein Mandat in der Rostocker Bürgerschaft und im Parchimer Kreistag errungen werden. Die DBU nahm auch an den Landtagswahlen am 14.10.1990 teil.)
DBV Deutscher Basketballverband der DDR (gegründet am 20.05.1958)

Deutscher Bibliotheksverband ("Die zweitägige Gründungsversammlung des Deutschen Bibliotheksverbandes wurde am Mittwoch in der Deutschen Staatsbibliothek eröffnet", berichtet das Neue Deutschland am 19.03.1964.)

Deutscher Boxverband der DDR (gegründet am 04.05.1958)
DDB Direktorendienstbesprechung
DDR Deutsche Demokratische Republik (Nemska Demokratiska Republika) (Gegründet am 07.10.1949, sie trat zum 03.10.1990 der BRD bei.)

Neben der Staatsbürgerschaftsabkürzung DDR gab es noch DBR, DDA, DDB, DDM, DDN, DDS, DDU und DDW. DDS galt z.B. für Personen, die neben der DDR-Staatsbürgerschaft noch die eines sozialistischen Landes hatten.
DDR-CONT auf Container spezialisierte DDR Firma (gegründet am 01.07.1979)
DE Dampferzeuger
Diensteinheit
DEBOLON VEB Plastbelag Dessau
Dederon Handesname für Polyamid (aus DDR gesprochen und Molton)
DEFA Deutsche Film-Aktiengesellschaft (Am 17.05.1946 wird von der Sowjetischen Militärverwaltung die Drehlizenz erteilt. Der Film "Die Mörder sind unter uns" wird bereits gedreht. Uraufführung des Films am 15.10.1946 im Admiralspalast in Berlin. 1989 hatte die DEFA rund 2 450 Mitarbeiter.)
Einladung zur DEFA 17.05.1946
Neuorganisation der Filmproduktion 03.12.1945
DEGT Deutscher Eisenbahngütertarif
DEK Diensteinheit Kampfsport
DELV Deutscher Eislaufverband der DDR (gegründet am 31.08.1958)
DER Deutsches Reisebüro
DES Datenerfassungsstelle (auch DEST abgekürzt)
Deutrans VEB Kombinat Deutrans (int. Speditionsbetrieb, gegründet am 01.07.1979, der VEB Deutrans wurde bereits am 01.01.1954 gegründet)
DEWAG Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft (gegründet am 01.10.1945, aufgelöst Ende 1990)

Deutsche Werbeagentur
DF VEB Deutfracht, Internationale Befrachtung Berlin
DfA Durchführungsanordnung
DFA Dringende Familienangelegenheit
dfb Demokratischer Frauenbund e.V. (zuvor Demokratischer Frauenbund Deutschlands)
DFB Deviesenfreibetrag
Logo des Demokratischen Frauenbundes Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD) (Zum Abschluss der Tagung des Deutschen Frauenkongresses für Frieden vom 07.-09.03.1947 gegründete sich in der Berliner Staatsoper der DFD. Am 07./08.12.1946 wird auf einer Arbeitstagung der Frauenausschüsse ein vorbereitendes Komitee zur Schaffung eines Demokratischen Frauenbundes ins Leben gerufen. Einen Aufruf des Vorbereitenden Komitees erfolgte am 15.02.1947 im Neuen Deutschland. Im US-Sektor Berlins untersagt die Militärregierung am 28.02.1947 das Aushängen von Plakaten des Haupt-Frauenausschusses von Groß-Berlin und des DFD. Mit der BK/O (Berlin Kommandatura Order) (47) 286 wird der "Berliner Frauenbund 1947" am 19.12.1947 zugelassen. Einen Tag später wird mit der BK/O (47) 287 der "Demokratische Frauenbund Berlin" zugelassen. Den Vorstandsmitgliedern wird eine Betätigung in anderen Frauenorganisationen verboten. Auch bedarf einer finanziellen Unterstützung durch die Stadtverwaltung eine Genehmigung der Alliierten Kommandantur. Am 06./07.03.1948 findet die Gründungskonferenz des Demokratischen Frauenverbandes Berlin im Deutschen Theater statt. Der Vorstand der SPD beschließt am 25.01.1948, dass die Mitgliedschaft im DFD mit der Mitgliedschaft in der SPD unvereinbar ist. Ihren Ersten Bundeskongress hält der DFD am 29./30.05.1948 in der Berliner Staatsoper ab.

Am 11.11.1949 wird die "Grundstücksverwaltung des Deutschen Demokratischen Frauenbundes e.V." gegründet. 1992 wird die Gesellschaft reaktiviert und der Name in "Grundstücksverwaltung Femina GmbH" geändert.

Der DFD hatte rund 1,5 Millionen Mitglieder, 32 Sitze in der Volkskammer, 233 in den Bezirkstagen, 2 685 in den Kreistagen, 16 633 in den Gemeindevertretungen und 399 in den Stadtbezirksversammlungen.

Auf der 8. Bundesvorstandssitzung am 16.11.1989 tritt die langjährige Vorsitzende, Ilse Thiele, zurück. Zur neuen Vorsitzenden wird Eva Rohmann gewählt.

Am Zentralen Runden Tisch in Berlin erhält der DFD Beobachterstatus und das Recht zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Gleichstellung. Mit Renate Graupner wird eine Abgeordnete des DFD im Januar 1990 Vorsitzende des Volkskammerausschuss für Frauenfragen.

Auf ihrem außerordentlichen Bundeskongress am 03.03.1990 versucht der DFD sich endgültig von der SED zu emanzipieren. Es wird ein neues Programm und Statut verabschiedet.

Die Zeitschrift "Lernen und Handeln" des DFD wird von der Zeitung "Fraueninitiative 90" abgelöst. Aus finanziellen Gründen wurde das Erscheinen 1992 eingestellt. Ihr folgt ein Rundbrief des Demokratischen Frauenbundes.

Der DFD beteiligte sich an der Volkskammerwahl 1990. Es gelang mit 0,33 Prozent Stimmenanteil eine Abgeordnete in die Volkskammer zu entsenden. Sie schloss sich der Fraktion der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) an. Als die DBD sich auf die CDU zubewegte und die Auflösung der Fraktion sich abzeichnete erwog die Abgeordnete des DFD einen Gaststatus bei der Liberalen Fraktion.

Sie gehörte dann neben den Abgeordneten Günther Maleuda und Thomas Klein keiner Fraktion an.

Auch bei den Kommunalwahlen zwei Monate später blieb der Wahlerfolg mäßig. Mit Barbara Höll, Landessprecherin Sachsen, wurde ein Mitglied des DFD 1990 in den Bundestag gewählt.

Am 14.07.1990 beschließt der Bundesvorstand die Bildung von Landesverbänden. Die Landesverbände Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollen sich am 28.07. Konstituieren.

Bis zum Juli 1990 ging die Mitgliederzahl auf ein Drittel vor dem Herbst 1989 zurück.

Auf dem XIII. Bundeskongress am 27.10.1990 in Berlin wird eine neue Satzung und ein neues Programm beschlossen. Was für die Finanzierung wichtig war. Gemeinnützige Vereine stellen sich steuerlich besser und können Mittel für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) abgreifen. Der Name wurde in Demokratischer Frauenbund e.V. (dfd e.V.) geändert. Eine Teilnahme an Wahlen wie bisher wurde aber dadurch ausgeschlossen.

Mitglied im Deutschen Frauenrat seit 01.12.1993. Das Sozialwerk des Frauenbundes wurde im April 1994 Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Unter Treuhandaufsicht stand der Demokratischer Frauenbund vom 01.06.1990 bis zum 17.09.1992. Gegen die Treuhandanstalt wurden zahlreiche Prozesse geführt.

Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, begann die organisatorische Trennung des DFD. Der DFD nannte sich in der BRD, Demokratischer Frauenbund Deutschlands - Westdeutschland. Politisch lag der Westdeutsche DFD weiterhin auf SED-Linie. Die erste westdeutsche Delegiertenkonferenz fand am 25./26.05.1951 in Stuttgart statt. Die zweite Delegiertenkonferenz fand am 04.10.1952 statt. Mit dem so genannten "Adenauererlass" vom September 1950 wurden alle DFD-Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst entfernt. Wie andere, von der SED dominierte Organisationen, war auch der DFD in der BRD politischer Verfolgung ausgesetzt. So wurde die Vorsitzende, nachdem sie aus Korea zurückkam und u.a. den Napalmeinsatz anprangerte, am 06.09.1951 verhaftet. Sie wurde von einem US-Gericht in Stuttgart zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe und 15 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen, sie habe die US-Truppen diskriminiert und Hass gegen sie erzeugen wollen. Am 10.04.1957 wurde der DFD in der BRD durch die Innenminister der Länder verboten.)
DFF Deutscher Fernsehfunk (Der Name galt ab dem 12.03.1990. Bis 1972 hatte das Fernsehen in der DDR schon einmal diesen Namen. Für die Fernsehwerbung wurde die Telecommerz GmbH ins Leben gerufen.)
DFG Deutsche Friedensgesellschaft (Gründung am 07.04.1990 in Magdeburg. Konzipiert als Dachverband aller Friedensarbeit in der DDR.)
DFO Die Freie Orchester-Musik
DFP Deutsche Forumpartei (der Gründungsausschuss trat am 29.12.1989 in Karl-Marx-Stadt zusammen, Gründungsparteitag am 27.01.1990, betrachtet sich selber als aus dem Neuen Forum hervorgegangen. Der Gründungskongress des Neuen Forum fand ebenfalls am 27.01. statt. Allerdings in Berlin. Helmut Kohl wollte die DFP für die Allianz für Deutschland gewinnen. Die DFP machte aber nicht mit. Sie schloss sich am 11./12. August 1990 der West-F.D.P. an.)
DFS Deutscher Freiheitssender 904
DFV Deutscher Faustballverband der DDR (gegründet am 27.04.1958 in Leipzig)

Deutscher Fechtverband der DDR (gegründet am 20.07.1958 in Leipzig)

Deutscher Federballverband der DDR (gegründet am 11.01.1958 in Berlin)

Deutscher Fußballverband der DDR (gegründet am 17.05.1958 in Berlin)
DFWR Deutscher Forstwirtschaftsrat
DG Deutscher Gesellschaft, eingetragener Verein zur Förderung kultureller, politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (Gründung am 12.01.1990, Anfänge November 1989)

Dienstgebäude
DGAB Deutsche Gesellschaft für akademische Bildung (Gründung in Dresden gegen Ende 1990)
DGAU Deutsche Gesellschaft für Agrar- und Umweltpolitik e.V. (Die DEGAU wurde 1968 in der BRD gegründet. Die DDR-Sektion der Gesellschaft konstituierte sich am 01.02.1990 in Kölleda (Thüringen.)
DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
DGQ-DDR Deutsche Gesellschaft für Qualität-DDR e.V. (gegründet am 28.03.1990 in Berlin)
DGS Deutsche Gesellschaft für Standardisierung (Die Bildung eines Initiativkomitees zur Gründung einer Deutschen Gesellschaft für Standardisierung in der Kammer der Technik beschloss das Präsidium der KDT am 28.06.1963 in Berlin, berichtete die Berliner Zeitung einen Tag später. Gründung der DGS in der Kammer der Technik am 09.01.1964.)
DGSV Deutscher Gehörlosen-Sportverband (gegründet am 03.02.1990)
DGV Deutscher Genossenschaftsverband der Banken für Handwerk und Gewerbe e. V.

Deutscher Gewichtheberverband der DDR (gegründet am 26.04.1958 in Leipzig)

Deutscher Golfverband der DDR e.V. (Gründung im April 1990 in Dresden)
DHB Deutsche Handelsbank AG (Gegründet am 23.02.1956, Sitz Berlin. Die Bank für Gemeinwirtschaft AG erwarb im November 1990 64 Prozent der DHB.)
DHD Dringlicher Hausbesuchsdienst
DHG Deutsche Handelsgesellschaft (Gegründet im Mai 1948 für den zonalen sowie den interzonen- und Außenhandel der sowjetischen Besatzungzone, berichte das Neue Deutschland am 23.05.1948. Zwei Jahre später, am 31.05.1948 wurde auf Beschluss des Sekretariats der DWK die "Deutsche Handelsgesellschaft Berlin m.b.H." mit Sitz in Potdam gegründet. Im Neuen Deutschland vom 09.04.1950 wird unter amtliches verkündet, die Deutsche Handelsgesellschaft Berlin mit beschränkter Haftung in Potsdam ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei ihr zu melden. Berlin, den 15. Februar 1950.)
DHfK Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport Leipzig (eröffnet am 22.10.1950, geschlosen am 31.12.1990. Gegen die Schließung wurde in Dresden am 11.12.1990 vor dem Sitz der sächsischen Landesregierung demonstriert.)
DHfM Deutsche Hochschule für Musik Berlin "Hans Eisler" (Gegründet 1950, am 04.07.1964 erhielt sie den Namen Hans Eisler)
DHSV Deutscher Hockey-Sportverband der DDR (gegründet am 19.04.1958 in Halle)
DHV Deutscher Handballverband der DDR (gegründet am 21.06.1958 in Halle)
DHZ Deutsche Handelszentrale
DI Demokratische Initiative - Initiative zur demokratischen Erneuerung der Gesellschaft (Ging im Januar 1989 aus der im Herbst 1988 gegründeten Initiative zur demokratischen Erneuerung der Gesellschaft hervor. Zur Kommunalwahl im Mai 1989 wurden Flugblätter verteilt, in denen es u.a. heißt: "... kommen Sie am Wahltag, 7. Mai 1989, 18.00 Uhr auf den Markt am Alten Rathaus. Bringen Sie bitte statt ihres Stimmzettels ein weißes Blatt Papier mit, als Zeichen der Ablehnung der bestehenden Wahlordnung und Wahlpraxis und der Forderung einer offenen Diskussion über die Fortführung der bislang bestehenden Wahl." Am 24.09.1989 trafen sich in Leipzig ca. 50 Vertreter von Basisgruppen. Es wurde über das weitere vorgehen beraten. Es wurde eine Protestresolution verfasst, gegen die Entscheidung des DDR-Innenministeriums das Neue Forum nicht zuzulassen.)
DIA Deutscher Innen- und Außenhandel
DIAMAT Dialektischer Materialismus
DIB Deutsche Investitionsbank ("Die Deutsche Investitionsbank mit dem Sitz in Berlin und einem Kapital von 200 Millionen Mark wurde am 13. Oktober 1948 auf Grund des Befehls Nr. 153 der SMAD gegründet", berichtet das Neue Deutschland am 15.10.1948.)

Direktorat für internationale Beziehungen
DIfE Deutsches Instituts für Ernährungsforschung Bergholz-Rehbrücke (Im Gebäude des ehemaligen "Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie in Berlin-Dahlem nimmt am 31.03.1946 das neu gegründete "Institut für Ernährungs- und Verpflegungswissenschaften" seine Tätigkeit auf. Leiter wird Dr. Wilhelm Ziegelmayer. Die Errichtung einer Zweigstelle des Instituts in Potsdam-Rebrücke wird am 10.06.1946 genehmigt. "Die beiden Rehbrücker Institutionen, das Institut für Ernährungsforschung und die Anstalt für Vitaminforschung und Vitaminprüfung, wurden unter dem Namen Institut für Ernährung in den Bereich der Forschungsgemeinschaft der naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Institute der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin eingegliedert", berichtet das Neue Deutschland am 04.01.1958.

Der Historiker Götz Aly schrieb in der Berliner Zeitung am 13.09.2016 in seiner Kolumne mit dem Titel: "1941: 'Leningrad muss verhungern!'"

"Im Oberkommando der Wehrmacht war der Ernährungswissenschaftler Professor Wilhelm Ziegelmayer (1898-1951) für die Hungerpolitik zuständig. In den 1920er-Jahren als Reformpädagoge auf der Berliner Schulfarm Insel Scharfenberg im Tegeler See tätig, schrieb er am 10. September 1941 in sein Tagebuch. 'Wir werden uns nicht mit Forderungen nach einer Kapitulation Leningrads belasten. Es muss durch eine wissenschaftlich begründete Methode vernichtet werden.' Er berechnete, dass die Bevölkerung Leningrads keinesfalls überleben könne und es daher unnötig sei, das Leben deutscher Soldaten aufs Spiel zu setzen.

Ausgerechnet dieser Schreibtischmörder wurde im Herbst 1945 der oberste Ernährungsfachmann in der Sowjetischen Besatzungszone und 1947 Direktor des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. (...)

In freundschaftlichem Kontakt mit russischen Kollegen wollte Ziegelmayer jetzt wissen, warum in Leningrad die Mehrzahl der Einwohner trotz allem überlebt hatte: 'Ich bin schließlich ein alter Ernährungswissenschaftler. Mir ist rätselhaft, was für ein Wunder dort bei Ihnen geschehen ist.'")
Dipl.-Gewi. Diplom-Gesellschaftswissenschaftler
Dipl.-Ing. oec. Diplom-Ingenieurökonom
Dir. Direktive
DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
DIZ Deutsches Institut für Zeitgeschichte ("Am 1. März 1966 besteht das Deutsche Institut für Zeitgeschichte (DIZ) 20 Jahre. Nach dem antifaschistisch - demokratischen Neubeginn wurde am 1. März 1946 auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration die "Zentralstelle für Zeitgeschichte" in Berlin gegründet, die 1947 in "Institut für Zeitgeschichte" und 1949 in "Deutsches Institut für Zeitgeschichte" umbenannt wurde", berichtet die Berliner Zeitung am 01.03.1966.)
DJ Demokratie Jetzt (eigentlich Demokratie jetzt, als Name und nicht als Aufforderung jetzt, bürgerte sich eine Schreibweise ein, beide Worte mit großem Buchstaben zu beginnen.)
DJA Demokratische Jugend Aufbruch (DA-Organisation)
DJB Demokratischer Jugendbund (Gegründet am 17.03.1990 in Berlin. Er ging aus dem Runden Tisch der Jugend hervor. Der DJB trat dem Deutschen Bundesjugendring bei.)
DJH Deutsche Jugendherberge
DJP Deutsche Jugendpartei (gegründet am 11.02.1990 in Luckau. Eine Mitgliedschaft ab Vollendung des 14. Lebensjahres ist möglich.)
DJV Deutscher Judoverband der DDR (gegründet am 19.04.1958 in Leipzig)
DK Dieselkraftstoff
DKBV Deutscher Kraftsport- und Bodybuildungverband (gegründet 1990)
DkHD dringlicher kinderärtzlicher Hausbesuchsdienst
DKK Deliktenkernlochdatei (MfS)
DKP Deutsche Kommunistische Partei
DKSV Deutscher Kanusportverband der DDR (gegründet am 19.04.1958 in Berlin)
DKV Deutscher Keglerverband der DDR (gegründet am 30.03.1958 in Leipzig)
dlb Dienstleistungsbetrieb Berlin
DLK Dienstleistungskombinat
DLM Deutsche Liga für Menschenrechte e.V. (gegründet im Januar 1990)
Logo der Deutschen Lehrerzeitung, Organ des Ministeriums für Volkbildung und des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung Deutsche Lehrerzeitung (DLZ) (Organ des Ministeriums für Volksbildung und des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung. Ab 01.05.1954 ersetzte die DLZ die Zeitschrift 'Die neue Schule'.

Ab der Ausgabe 04/1990 Organ des Ministeriums für Bildung. Die Gewerkschaft Unterricht und Erziehung verzichte nach einem Beschluss ihres Zentralvorstandes auf die Mitherausgabe. Wollte aber in einem zu schaffenden Redaktionsbeirat gleichberechtigter Partner sein.)
D-Mark Zahlungsmittel in der BRD vor dem 01.01.2002
DM Der Morgen (War das Zentralorgan der LDPD. Am 02.07.1990 fusionierte sie mit der Berliner Allgemeinen. Eingestellt am 11.06.1991.)

Deutsche Mark
DMH Dringliche medizinische Hilfe
DMS Deutsche Maschinen- und Schiffbau AG (im Juni 1990 wurden Werften und Zulieferer in die Treuhand Holding überführt)
DMV Deutscher Militärverlag ("Der bisherige Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung wird auf Anordnung des Ministers für Nationale Verteidigung der DDR, Generaloberst Heinz Hoffmann, in den Deutschen Militärverlag umgebildet. Der neue Verlag wird seine Täügkeit am 1. Januar 1961 aufnehmen", berichtet das Neue Deutschland am 30.01.1960.)

Modellbahnverband der DDR
DN Deckname
DNA Deutscher Normenausschuss ("Der Alliierte Kontrollrat hat dem Deutschen Normenausschuss die Genehmigung erteilt, die Normungsarbeiten einheitlich für alle Zonen weiterzuführen", berichtet das Neue Deutschland am 28.02.1947.)
DNH Deutsche Natur- und Heimatfreunde e.V. (Gründungsinitiative im Februar 1990. Gründung Anfang März 1990 in Berlin)
DO Dienstobjekt (MfS)
Direktor für Ökonomie
Domowina Domowina - Bund Lausitzer Sorben (gegründet am 13.10.1912 in Hoyerswerda, Neugründung am 10.05.1945 in Crostwitz. Das Sekretariat des Bundesvorstandes trat am 28.11.1989 geschlossen zurück.)
DOP Demokratische Oppositionelle Plattform (gebildet am 15.11.1989 von DA, GP, IVL, NF und SDP in Karl-Marx-Stadt)
DOV Deutscher Orientierungsläuferverband (gegründet 1990)
DP Deutsche Post
DPA Deutscher Personalausweis ("In diesen Tagen wurde von der Regierung der DDR beschlossen, neue Personalausweise an die Bevölkerung auszugeben. Die entsprechende Verordnung sieht vor, in der Zeit vom 19. November 1953 bis 31. März 1954 die bisher gültigen 'Deutschen Personal-Ausweise' einzuziehen und 'Personalausweise der Deutschen Demokratischen Republik' auszugeben.", berichtet die Berliner Zeitung am 01.11.1953.)
DPAI Demokratische Partei der Arbeiterklasse und Intelligenz (gegründet am 19.02.1990 in Dresden)
DPG Deutscher Postgewerkschaft/Berlin (Die Deutsche Postgewerkschaft/Berlin löste sich nach 31 Wochen zum 31.10.1990 auf.)
DPV Deutscher Pferdesportverband der DDR (gegründet am 27.04.1961 in Halle)
DPZI Deutsches Pädagogisches Zentralinstitut ("Im Punkt 14 der Kulturverordnung der Deutschen Wirtschaftskommission vom 31. März 1949 wurde der Deutschen Verwaltung für Volksbildung aufgegeben, bis zum 1. September 1949 ein in Berlin gelegenes Pädagogisches Zentralinstitut zu schaffen", berichtet das Neue Deutschland am 03.09.1949. Eröffnet am 15.09.1949)
DR Deutsche Reichsbahn (gegründet am 01.04.1920, die DR in der DDR hatte über 300 000 Beschäftigte. Am Namen wurde nicht gerüttelt. Ging doch alles auf Alliierte Anordnung zurück. Die S-Bahn wurde in ganz Berlin von der Deutschen Reichsbahn betrieben. Selbst als 1983 der Betrieb der S-Bahn in Westberlin von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) übernommen wurde, wurde der Status nicht verändert. Die Deutsche Reichsbahn befuhr eine kurze Strecke in Westberlin weiterhin. Der finanziell lukrative Güterverkehr blieb in Reichsbahnhand.)
DR Elbb Deutsche Reichsbahn Elektrifizierungs- und Ingenieurbau Berlin
DRK Deutsches Rotes Kreuz der DDR (gegründet am 23.10.1952, aufgelöst zum 31.12.1990)
DRSV Deutscher Radsportverband der DDR (gegründet am 18.05.1958 in Leipzig)

Deutscher Rudersportverband der DDR (gegründet am 12.04.1958 in Berlin)

Deutscher Rugbysportverband der DDR (gegründet am 20.04.1958 in Berlin)
DRV Deutscher Ringerverband der DDR (gegründet am 26.04.1958 in Leipzig)
DS Deutscher Sportausschuss ("Der von der FDJ und dem FDGB veröffentlichte Aufruf über die Bildung eines Deutschen Sportausschusses in der Ostzone ist für Berlin nicht zuständig. In Berlin wird der gesamte Sport nach wie vor gemäß Anordnung der Alliierten Kommandantur in der bisherigen Form durchgeführt", berichtet das Neue Deutschland über eine Mitteilung des Hauptsportamtes am 28.09.1948. "Am Freitagvormittag [01.10.1948] trat im Haus der Freien Deutschen Jugend in der Kronenstraße [Berlin] der Deutsche Sportausschuss zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammen. Am 1. August hatte die Freie Deutsche Jugend und der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund einen Aufruf zur Bildung des Deutschen Sportausschusses erlassen", berichtet das Neue Deutschland am 02.10.1948.)

Logo des Deutschlandsender Deutschlandsender im Rundfunk der DDR (Der Rundfunksender Stimme der DDR trägt seit Donnerstag wieder den Namen Deutschlandsender. Das hat der Redakteursrat des Senders am Vortag mit großer Mehrheit beschlossen. In Anlehnung an den Modrow-Plan "Deutschland, einig Vaterland" wolle die Rundfunkstation den Weg der deutsch-deutschen Einigung begleiten. Das wurde im laufenden Programm, um 10 Uhr, mitgeteilt. Generalintendant Manfred Klein werde am Freitag die Umbenennung öffentlich begründen.

Der Sender hatte im Herbst 1971 auf Weisung der damaligen Staats- und SED-Führung seinen traditionsreichen Namen ablegen und sich umbenennen müssen.
Neues Deutschland, Fr. 09.02.1990

Schon 1927 war ein Sender mit diesem Namen von Königs Wusterhausen aus zu hören.)
DSB Deutsche Staatsbibliothek
DSBV Deutscher Schlitten- und Bobsportverband der DDR (gegründet am 28.09.1958 in Ilsenburg)
DSF Deutsch-Sowjetische-Freundschaft (Auch GfDSF oder GDSFD abgekürzt. Der Vorsitzende, Cyrill Pech, schätzte im März 1990, dass die Mitgliedszahl von 6 Millionen auf 300 000 zurückgegangen ist. Sie betrachtete die am 01.06.1923 gegründete "Gesellschaft der Freunde des neuen Rußland" und den am 04.11.1928 gegründete "Bund der Freunde der Sowjetunion" als seine Vorläufer.)
DSG Deutsche Saatzucht-Gesellschaft
DSL Deutsche Sex Liga
DSLV Deutscher Skiläuferverband der DDR (gegründet am 12.10.1958 in Leipzig)
DSR Deutsche Seereederei Rostock (Der VEB Deutfracht/Seereederei Rostock verfügte über 163 Frachtschiffe und das Fahrgastschiff "Arkona". 13 000 Beschäftigte)
DSSV Deutscher Schwimmsportverband der DDR (gegründet am 04.05.1958 in Zeitz)
DSU Deutsche Schifffahrts- und Umschlagbetriebe (Gründung 01.10.1949. Aus ihr wurde 1957 der VEB Deutsche Binnenreederei. 1990 Deutschen Binnenreederei GmbH.)

Deutsche Soziale Union (gegründet am 20.01.1990 in Leipzig)
DSU e.V. Deute Sex Union e.V. (Der Gründungsausschuss bildete sich am 22.01.1990 in Freiberg/Sachsen, Motto: Lust statt Frust, weil die Abkürzung DSU schon von der Deutschen Sozialen Union beansprucht wurde, nannte sich die DSU e.V. in Deutsche Sexliga um.)
DSV Deutscher Schachverband der DDR (gegründet am 27.04.1958 in Leipzig)
Deutscher Schützenverband (Verband der GST, gegründet am 08.10.1958 in Leipzig)
DSVB Deutscher Sportverband Volleball der DDR (gegründet am 20.04.1958 in Leipzig)
DT Decktelefon (MfS)

Deutschlandtreffen (der FDJ)

Direktorat für Technik

Deutsches Theater
DT64 Jugendsender, benannt nach dem Deutschlandtreffen der FDJ vom 16.-18.05.1964 in Berlin (Damals als Festivalradio "Deutschlandtreffen 1964" mit 99 Stunden gestartet. Danach im Nachmittagsprogramm des Berliner Rundfunks. Die Sendezeit immer mehr ausgeweitet. Auch durch Zusammenschluss von DT64 mit dem Jugendjournal "hallo" des Senders "Stimme der DDR". Zum 40. der FDJ am 07.03.1986 formal eigenständiger Sender. Ab 01.04.1990 rund um die Uhr.

DT64 weigerte sich die Resolution des Komitees für Unterhaltungskunst vom 18.09.1989 zu verbreiten.

Nachdem im September 1990 von heute auf morgen der RIAS auf den Frequenzen von DT64, außer in Berlin und Umgebung, sendete, kommt es zu Protesten. Die Entscheidung musste bereits einen Tag später zurückgenommen werden. In Chemnitz wurde ein eingetragene Verein "Freunde des Jugendradio DT64" gegründet. Was aber DT64 langfristig nicht rettete.

Rundfunk war in Zukunft Ländersache. Ein Sender für alle Länder hatte außer warme Worte keine durchsetzungsfähige Fürsprecher. Hinzu kam noch, der Privatfunk achtete darauf nicht noch mehr öffentlich-rechtliche Konkurrenz zu bekommen. Auch die schwindende Hörerschaft begünstigte nicht das Überleben.

Über DT64 schwebte das Damoklesschwert Artikel 36 des Einigungsvertrages. Wenn nicht eine Länder- oder eine Privatrundfunklösung gefunden wird, ist spätestens am 31.12.1991 Schluss.

Zunächst auf die Mittelwelle des MDR abgeschoben, wurde aus DT64 der MDR-Sender Sputnik. DT64 war der erste deutsche Jugendsender.

"Mitglieder des Vereins 'Freunde des Jugendradios DT64 e.V.' haben bei einer Kundgebung auf dem Leipziger Markt dazu aufgerufen, sich an den Protestaktionen gegen die geplante Abschaltung zu beteiligen. Diese sollen am 9. November 1991 vor Rathäusern in Ostdeutschland stattfinden. Vor den rund 500 jungen Leuten erklärte ein Sprecher, DT64 sei nicht zuletzt auch ein Integrationsfaktor zwischen links und rechts. Wenn der Kanal am Jahresende abgeschaltet würde, werde das auf jeden Fall nicht so ruhig verlaufen wie das Ende des 'Leipziger Tageblattes' oder der Zeitung 'Wir in Leipzig'. In Chemnitz brachte eine 13stündige Aktion für 'DT64' insgesamt rund 1 400 Unterschriften. Die Anhänger des Jugendradios hatten mit an der eingerüsteten Rathausfassade angebrachten Spruchbändern auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.

In einem Interview mit dem Sender hat sich auch der international bekannte Rockstar David Bowie befremdet über die bevorstehende Abschaltung der 'einzigartigen' ostdeutschen Radiostation geäußert."
(Neue Zeit, Fr. 18.10.1991)

Demonstrationen gab es auch in Altenburg, Dresden, Halle, Potsdam und Schwerin.
DTK Direkte technologische Kosten
DTSB Deutscher Turn- und Sportbund (gegründet 27./28.04.1957 im Festsaal der Ministerien in Berlin. Im Oktober 1963 gab es den Vaterländischen Verdienstorden in Gold und im September 1978 den Karl-Marx-Orden. Am 08.11.1989 wurde ein Positionspapier verabschiedet. Dem DTSB sollte 1990 die Gemeinnützigkeit aberkannt werden. Was sein finanzielles Aus bedeutet hätte. Was aber verhindert wurde. Am 07.08.1990 wurden den hauptamtlichen Mitarbeitern gekündigt. Der Hauptvorstand beschloss am 22.09.1990 den DTSB zum 05.12.1990 aufzulösen. Der DTSB hatte zu diesem Zeitpunkt 2,6 Millionen Mitglieder in 16 830 Gemeinschaften.)
DTTV Deutscher Tischtennisverband der DDR (gegründet am 04.04.1958 in Berlin)
DTV Deutscher Tennisverband der DDR (gegründet am 12.04.1958 in Halle)

Deutscher Turnverband der DDR (gegründet am 03.05.1958 in Berlin)

Dia-Ton-Vorträge
DU Deutsche Umweltschutzpartei
DUVO Deutscher Unternehmerverband Ost e.V.
DV Dauervisum

Dienstversammlung

Dienstvorschrift
DVdI Deutsche Verwaltung des Innern
DVfL Deutscher Verband für Leichtathletik der DDR (Vereinigung mit dem Deutschen Leichtathletikverband am 24./25.11.1990 in Salzgitter.)
DVfV Deutscher Verband für Versehrtensport der DDR (gegeründet am 04./05.07.1959 in Halle)
DVhI Dachverband für homosexuelle Interessenvertretungen
DVK Deutscher Volkskongress ("Zu einem 'Deutseben Volkskongress für Einheit und gerechten Frieden' lädt die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in einem Aufruf aus Anlass der gegenwärtig in London tagenden Außenministerkonferenz ein", berichtet die Berliner Zeitung am 27.11.1947. Aus ihm ging der Deutsche Volksrat hervor. Der Deutsche Volksrat erklärte sich am 07.10.1949 zur Provisorischen Volkakammer.)
DVO Durchführungsverordnung
DVP Deutsche Volkspolizei (offizielle Gründung 01.07.1945, 01.07. "Tag der Deutschen Volkspolizei")
DVPolG Deutsche Volkspolizeigewerkschaft ("Offiziere, Offiziersschüler und Wachtmeister gründeten kürzlich in Potsdam die deutsche Volkspolizeigewerkschaft (DVPolG)", berichtet die Neue Zeit am 30.03.1990.)
DVR Deutscher Volksrat (Auf dem II. Volkskongress am 17./18.03.1948 in der Berliner Staatsoper wird die Bildung eines Volksrates gefordert. Er soll als beratendes und beschließendes Organ zwischen den Tagungen des Volkskongresses tätig sein. Die konstituierende Sitzung findet am 19.03.1948 statt. Er tritt an die Stelle des bisherigen Ständigen Ausschusses des Volkskongresses. Wilhelm Külz (LDP) Otto Nuschke (CDU) und Wilhelm Pieck (SED) gehörtem dem Präsidium an. Am 07.10.1949 konstituiert sich der Deutsche Volksrat als Provisorische Deutsche Volkskammer.)
DVW Deutscher Verlag der Wissenschaften
DVZ Datenverarbeitungszentrum
DWA Deutsche Waren-Abnahmegesellschaft
DWBO Deutscher Verband für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf der DDR (gegründet am 15.06.1958 in Dresden)
DWK Deutsche Wirtschaftskommission (Auf Befehl der Sowjetischen Militärverwaltung vom 04.06.1947 wird die DKW für die sowjetische Besatzungszone gebildet. Mit Befehl Nr. 32 erweitert die sowjetischen Militärverwaltung die Vollmachten der DWK. Als Hauptaufgabe der DWK bezeichnete der Befehl 32 die Koordinierung der Arbeit der wirtschaftlichen Verwaltungen, den Aufbau der Friedenswirtschaft und die Durchführung der aus der Verpflichtung zur Wiedergutmachung sich ergebenden Aufgaben, berichtete die Berliner Zeitung am 12.10.1949. Die DWK wurde nach Gründung der DDR aufgelöst.)
D.W.P. Deutsche Wiedervereinigungspartei (Die D.W.P. sprach sich für einen Austritt Deutschlands aus der NATO und dem Warschauer Vertrag nach einer deutschen Einheit aus.)
DWT Dampfwirbelschichttrocknung
DWZ Deutsche Wirtschaftszeitung (Erschien am 05.04.1990 zum ersten Mal. Die Initiatoren kamen aus Westberlin. Redigiert und gedruckt in Ostberlin.)
DZL Deutsches Zentralinstitut für Lehrmittel ("Das bisherige 'Zentralinstitut für Film und Bild in Unterricht, Erziehung und Wisserichaft' in Berlin ist jetzt in das "Deutsche Zentralinstitut für Lehrmittel" umgebildet worden", berichtet das Neue Deutschland am 28.10.1954.)
DZVO Dienststelle Zentrale Versorgungsobjekte

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