Do. 19. Oktober 1989


Nach Abschluss ihres Gespräches in Schloss Hubertusstock beantworteten Dr. Werner Leich und Egon Krenz Fragen von Journalisten. Der Vorsitzende der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen der DDR sagte, es habe für ihn Signalwirkung, dass der Generalsekretär des ZK der SED innerhalb von nicht einmal 24 Stunden nach seiner Wahl zu diesem Gespräch eingeladen hat. Er erkenne daraus, wie wichtig der Dialog genommen wird, auch mit den evangelischen Kirchen in der DDR. "Der Dialog ist sehr offen und rückhaltlos geführt worden und so, dass wir gespürt haben: Je offener und klarer wir miteinander umgehen, um so mehr bestätigen wir das gegenseitige Vertrauen, das wir in der Zukunft brauchen." Der Landesbischof drückte den Wunsch aus, dass der neugewählte Generalsekretär die Zeit habe, um umzusetzen, was programmatisch angesagt worden ist. "Und da wollen wir ihn als offene Gesprächspartner begleiten."
(Neues Deutschland, Fr. 20.10.1989)

Eine vom Neuen Forum in Zittau geplante Veranstaltung in der Johanneskirche erfährt einen solch großen Zuspruch, dass zwei weitere, die Kloster- und Marienkirche, geöffnet werden müssen und trotzdem nicht alle Interessierten einen Platz darin finden.

In der Martin-Luther-Kirche in Meißen führt das Neue Forum eine Veranstaltung durch.

Die ersten öffentlichen Veranstaltungen führt die Initiativgruppe Oberlausitz des Neuen Forums in drei Kirchen in Zittau durch.

In der Marienkirche in Röbel (Bezirk Neubrandenburg) nahmen rund 1 000 Teilnehmer an einer Veranstaltung unter dem Thema "Für demokratische Erneuerung" teil.

Ein öffentliches Forum findet in der Mensa der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald statt.

Eine Live-Diskussionsrunde, "Donnerstagsgespräch", findet im DDR-Fernsehen statt.

Die Live-Sendung, "Zuschauer fragen - Politiker antworten", wird im Fernsehen ausgestrahlt.

56 DDR-Bürger, die sich noch in der BRD-Botschaft in Prag befinden dürfen von dort direkt in die BRD ausreisen.

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