DDR 1989/90Brandenburger Tor

Impressum


Erklärung

Seit dem 8. Dezember 1989 trägt die Partei der Sozialdemokraten in der DDR den Namen Sozialdemokratische Partei Deutschlands - SPD -, nicht wie bisher Sozialdemokratische Partei in der DDR SDP -.

Damit stellen wir uns in die Tradition der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wie sie immer bestanden hat und vom Volk verstanden wird. Wir gehen damit einen Schritt auf die SPD der BRD zu und stellen uns zu dieser und anderen sozialdemokratischen Parteien in Europa und auf der Welt in einen Kontext.

Das bedeutet keineswegs die Vereinnahmung der Sozialdemokraten der DDR durch die Bundesrepublik.

Die SPD der DDR sieht als Endziel der politischen Entwicklung die Einheit der Deutschen Nation an, das heißt aber nicht Wiedervereinigung, sondern Verschmelzung beider deutscher Staaten in einem demokratisch-politischen Prozess innerhalb eines europäischen Rahmens, unter Anerkennung der als Folge des zweiten Weltkrieges entstandenen Grenzen.

Wir weisen weiterhin darauf hin, dass der Name SDP in der Illegalität: entstanden ist, in der Hoffnung, dass unter dem damaligen herrschenden Regime eine Legalisierung der Partei erreicht werden kann.

Nicht zuletzt mussten wir befürchten, dass sich eventuell abgesprengte Gruppen der SED oder, gar sie sich selbst des Namens oder der Buchstaben SPD etwa für Sozialistische Partei in der DDR, bedienen könnten.

Der Name, wie auch die Buchstaben -SPD-, sind in Absprache mit dem Ehrenvorsitzenden der Sozialistischen Internationale, Willy Brandt, geschützt. Es bleibt hinzuzufügen, dass, den endgültigen, Entschluss zur Namensänderung der Parteitag fassen wird. Die Informationstafel wird in diesem Sinne umgehend aktualisiert.

Roland Beltz,
im Auftrag der SPD
Hansestadt Rostock

aus: DMW Report, Betriebszeitung des VEB Düngemittelwerk Rostock, 26, 20. Dezember 1989, VIII. Jahrgang, Herausgeber: VEB Düngemittelwerk Rostock