DDR 1989/90Brandenburger Tor

Modalitäten des Runden Tisches der Jugend

Nächste Beratung der Vertreter landesweit organisierter Jugendverbände und -vereinigungen am 20. Dezember

Berlin (JW) Die Koordinierungsgruppe für die Vorbereitung des "Runden Tisches der Jugend der DDR" einigte sich auf folgende Modalitäten:

Für die Beratung des "Runden Tisches" am Mittwoch, dem 20. Dezember 1989, um 18 Uhr im Hause des Zentralrats der FDJ können alle Jugendverbände und -vereinigungen, die landesweit organisiert sind, je zwei Vertrete, entsenden. Als landesweit gelten Vereinigungen, die in mehr als der Hälfte der Bezirke organisiert sind.

Gruppen und Verbände auf die das (noch, nicht zutrifft, können sich am regelmäßigen „Samstagforum" beteiligen. Das erste derartige Forum findet am 6. Januar 1990 um 13 Uhr im Hause des Zentralrats der FDJ statt. Diese Foren können dem "Runden Tisch" Vorschläge unterbreiten. Die Koordinierungsgruppe schlägt außerdem vor, auf Kreis- und Bezirksebene ebenfalls "Runde Tische der Jugend" einzurichten, um den Verbänden und Vereinigungen, die sich nur regional organisieren wollen, Mitspracherecht zu ermöglichen.

Für die Beratung des "Runden Tisches" am 20. Dezember 89 wurden folgende Themen vorgeschlagen:

- Diskussion über die Bildung einer "Plattform zur Zusammenarbeit der Jugendorganisationen und -strukturen auf DDR-Ebene"

- Erarbeitung einer gemeinsamen Erklärung zum Thema Antifaschismus

- Einrichtung einer gemeinsamen Geschäftsstelle

- Diskussion über die Zusammenarbeit mit den Jugendmedien

Bis zur Bildung einer gemeinsamen Plattform ist der Runde Tisch der Jugend autorisiert, als Vertreter von Jugendinteressen gegenüber dem Staat aufzutreten.

Außerdem ruft die Koordinierungsgruppe auf zur Beteiligung an den in mehreren Orten unserer Republik für den 19. Dezember geplanten Demonstrationen für die Souveränität der DDR.

Junge Welt, Sa. 16.12.1989