Do. 14. Dezember 1989


In Leipzig werden Kabel der Abhöranlage in der Bezirkszentrale der Staatssicherheit durchgesägt. Das Bürgerkomitee, das die Staatssicherheitseinrichtung besetzt hielt, konnte sich dieser Handlung, die an sie herangetragen wurde nicht verschließen. Ein PR-Gag.

Zwischen der Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Tätigkeit des MfS des Runden Tisches des Bezirks Neubrandenburg, dem Bezirksamt für Nationale Sicherheit und dem Beauftragten des Vorsitzenden des Ministerrats wird eine Vereinbarung geschlossen. Untersucht werden sollen Befugnisüberschreitungen und Rechtsverletzungen. Opfer sollen rehabilitiert werden. Den Bürgern soll Zugang zu den sie betreffenden Akten gewährt werden.

Demonstrationen finden in Dresden, Erfurt, Magdeburg und Rostock statt.

Beginn des Runden Tisches in Zossen.

Ein "Initiativkreis zur Gründung eines Christlich-Sozialen Ausschusses" in der CDU tritt an die Öffentlichkeit.

Beginn des Besuchs einer Delegation des Neuen Forum des Ungarischen Demokratischen Forums in Budapest.

Im Chemiekombinat Bitterfeld wird der Startschuss zur Stilllegung der Aluminiumelektrolyse 1 gegeben.

Umweltminister Hans Reichelt vereinbart bei einem Treffen in Berlin mit seinem bundesdeutschen Amtskollegen, Klaus Töpfer, eine Ausweitung der Zusammenarbeit. Es wurde die Bildung einer Umweltkommission vereinbart, die ein Umweltprogramm erarbeiten soll. Der Export von bundesdeutschem Müll in die DDR soll reduziert werden.

Zwischen dem Reisebüro der DDR und dem Deutschen Reisebüro wird eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart.

In einem Telefonat mit Gregor Gysi spricht sich Michail Gorbatschow dafür aus, die Beziehungen der DDR zur BRD weiterzuentwickeln und zu einer Vertragsgemeinschaft zu kommen. Die jüngsten Aktionen der Bundesregierung zielen darauf ab den Vereinigungsprozess voranzutreiben, dies sei sehr gefährlich.

Δ nach oben