Sa. 2. Dezember 1989


Das Neue Forum Nordhausen teilte dem ADN mit, der für den 7. Dezember im Kreis Nordhausen geplante zweistündige Generalstreik sei nach Gesprächen am Runden Tisch vorläufig ausgesetzt worden.
(Berliner Zeitung, Mo. 04.12.1989)

Der Staatssekretär für den Bereich Kommerzielle Koordinierung, Alexander Schalck-Golodkowski, beauftragt den Rechtsanwalt Vogel mit der Wahrnehmung seiner Interessen, nachdem der Waffenhandel der IMES-GmbH publik wurde.

Das Neue Forum ruft zu Demonstrationen in Magdeburg und Potsdam auf. Demonstrationen gab es in weiteren Städten, so in Rostock, wo auf der Kundgebung vom Waffenhandel der IMES-GmbH berichtet wurde.

In Pößneck gründet sich eine Ortsgruppe der SDP.

Im Haus der jungen Talente in Berlin findet ein Liederabend, auch mit Künstlern, die aus der DDR vertrieben wurden, statt.

Vor dem Haus des Zentralkomitees der SED in Berlin demonstrieren Mitglieder der Partei gegen ihre Führung. Der Rücktritt des Politbüros wird gefordert. Gegen Egon Krenz, der ans Mikrophon trat, gibt es Pfiffe und Buhrufe.

Das Sekretariat der SED-Bezirksleitung Frankfurt fordert eine "neue SED".

2. Frauenkoordinierungstreffen in Erfurt. Kritik wird an der beabsichtigten Gründung eines Frauen Dachverbandes geübt.

Die Programmkommission des Demokratischen Aufbruch, die in Berlin tagte, gibt eine Presseerklärung zum Appell Für unser Land und eine Presseerklärung zur Deutschlandfrage heraus.

Die Arbeitskreise Homosexualität und die Klubs Homosexualität gegen eine gemeinsame Erklärung ab.

Bürger aus Thüringen fordern an der Grenze zu Bayern die Öffnung einer Grenzübergangsstelle zwischen Eicha und Trappstadt.

Zwischen den Fußballverbänden aus der DDR und der BRD kommt es in Berlin zu einem Gespräch.

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