Fr. 23. März 1990


Die Zahl der Übersiedler aus der DDR hat sich im Lauf der Woche halbiert. Wie das Bundesinnenministerium am Freitag mitteilte, sind am Tag zuvor 706 DDR-Bürger in die BRD über gewechselt.
(Neues Deutschland, Sa. 24.03.1990)

Das Fernsehen schließt einen Vertrag mit der IP Tochter Information et Publicité Allemagne (IPA). Die Werbevermarktung übernimmt IPA.

In Trauerkleidung mitgeführtem Sarg und DDR-Fahne "beerdigen" Jugendliche in einem Trauerzug vom Puschkinplatz zum Neustädtischen Markt in Brandenburg (Havel) die Revolution.

In Halle hat sich der Verband der Kaufleute Sachen-Anhalt konstituiert. Der Verband ist selbständig und freiwillig. Er untersteht nicht der IHK.

Vom DGB-Landesbezirk Hessen wurde ein Informations- und Beratungsbüro in Erfurt eingerichtet.

Anlässlich des Workshop "Umweltschutz-Technologie" in der Karl-Marx-Universität Leipzig wurde die Errichtung eines Kontaktbüros "Umweltschutz" mitgeteilt.

Die beantragte Eintragung in das Vereinsregister wird dem Verband der Theaterschaffenden bestätigt.

Erstes Treffen des Gesprächskreises Höhere Offiziere von NVA und Bundeswehr in Baden-Baden. Das Treffen erstreckt sich über drei Tage.

deutsch-deutsches Juristenseminar ICC Berlin-Charlottenburg 23.03.-25.03.1990

(Junge Welt, Do. 01.03.1990)

Vor einen Umzug nach Bayern warnt Kultusminister, Hans Zehetmair, Lehrer in der DDR. Es drohe ihnen Arbeitslosigkeit. Vom 1 500 Bewerbern seinen in Bayern bis jetzt nur 23 angestellt worden. Er sehe nicht ein, dass für Lehrer, die genau wissen, dass sie beim Überwechseln in die Bundesrepublik keine Anstellung finden, ein soziales Netz aufzuspannen.

Während der Sondersitzung der Parlamentarischen Versammlung der WEU zur europäischen Sicherheitsarchitektur im luxemburgischen Kirchberg sagt Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher: "Die den Völkern Europas von den Bündnissen gewährte militärische Sicherheit muss in einem ersten Schritt durch kooperative Sicherheitsstrukturen verstärkt werden. In einem zweiten Schritt müssen die kooperativ strukturierten Bündnisse in einen Verbund gemeinsamer kollektiver Sicherheit überführt werden. Sie schaffen neue Strukturen der Sicherheit in Europa, von denen sie zunehmend überwölbt werden, in denen sie schließlich aufgehen können."

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