Fr. 16. März 1990


Einer Meldung von ADN zufolge soll der Generalsekretär der CDU, Martin Kirchner, Kontakte zum ehemaligen Staatssicherheitsdienst der DDR unterhalten haben. Die DDR-Agentur beruft sich dabei auf Informationen, die dem hessischen Landesamt für Verfassungsschutz von einem Informanten angedient worden seien.

Der Pressesprecher der CDU erklärte dazu auf Anfrage des ADN: "Generalsekretär Kirchner hat bereits vor einiger Zeit erste Versuche, ihm Verbindungen zum Staatssicherheitsdienst nachzusagen, als geradezu absurd zurückgewiesen. 36 Stunden vor Öffnung der Wahllokale mit solchen Meldungen Einfluss auf das Wahlverhalten der Bürger nehmen zu wollen, ist ein allzu durchsichtiges Manöver. Die Tatsache, dass das Landesamt für Verfassungsschutz in Hessen selbst eingeräumt hat, dass die Angaben ihm von einem "Informanten angedient" worden seien, dessen Glaubwürdigkeit nicht überprüft worden ist, spricht gegen die Urheber dieses Verwirrspiels."
(Neue Zeit, Sa. 17.03.1990)

Martin Kirchner bestreitet eine Zusammenarbeit mit dem MfS.

Die Mülldeponie in Dankritz wird besetzt.

Die Bürgerinitiative Kreis Auerbach ruft zu einer Kundgebung auf.

In Erfurt kann das Bürgerkomitee Namen von Kandidaten für die Volkskammerwahl feststellen, die früher mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet haben.

Letzter Tag der Ausstrahlung von Werbespots der Parteien und Gruppierungen im Fernsehen für die Volkskammerwahl. In der Zeit vom 01.03. bis einschließlich 16.03. werden 126 Spots ausgestrahlt.

In Berlin-Mitte tagen die Konsistorien der evangelischen Kirchen aus Ost- und Westberlin wieder gemeinsam.

Der Bundesrat in Bonn beschließt die Abschaffung des Notaufnahmeverfahrens für Übersiedler.

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