DDR 1989/90Brandenburger Tor

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"Plattform WF":

Für eine moderne sozialistische Partei

Vertreter der "Plattform WF" stimmen der Erklärung des Arbeitsausschusses "Für einen alternativen demokratischen Sozialismus" zu. Weil es darin um den Bruch mit der stalinistischen Daseinsweise der SED und um die Formierung einer modernen sozialistischen Partei geht. Die SED trägt die Schuld an der tiefsten Krise in der Geschichte der DDR. Diese Partei ist gescheitert.

Deshalb:

- Schluss mit der stalinistischen Einparteienherrschaft über unser Land

- Schluss mit einer Struktur, die den Apparat über die Partei stellt

- Schluss mit der politbürokratischen Administration über alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens

- Schluss mit Demagogie, Amtsmissbrauch und Korruption

Deswegen muss die Neuformierung einer modernen sozialistischen Partei mit einer grundsätzlichen programmatischen Wende verbunden sein, hin zu einem Dritten Weg. Wir wählen die Begriff ganz bewusst, um deutlich zu machen, dass wir den administrativen Sozialismus nicht erneuern, dass wir aber auch keine monopolkapitalistische Gesellschaft importieren wollen. Wir werden unsere Vorstellungen über den Dritten Weg allen Genossen und allen Bürgern unseres Landes zur Diskussion vorlegen.

aus: Neues Deutschland, Jahrgang 44, Ausgabe 289, 08.12.1989, Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Die Redaktion wurde 1956 und 1986 mit dem Karl-Marx-Orden und 1971 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.