DDR 1989/90Brandenburger Tor

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Meinungen zum Gründungspapier

"Linker Schülerbund" (LSB) will sich konstituieren / Mitarbeit

Mit dem Aufruf zur Erarbeitung eines Gründungspapiers für die Bildung eines "Linken Schülerbundes" (LSB) wandten sich jetzt Mitglieder der Aktionsgruppe Rostock an uns. Hier der Aufruf und abschließend die Postadresse, an die Vorschläge eingereicht werden können.

Die FDJ ist, weil sie die Massenorganisation einer im Scheitern begriffenen, scheinrevolutionären Partei ist, an dem Punkt, ihre breite Massenbasis zu verlieren. Für viele FDJler bestehen jedoch vor allem zwei Hindernisse für das Austreten aus dieser Organisation. Zum einen die Angst vor Diskriminierung und zum zweiten - speziell für politisch links orientierte Schüler/Lehrlinge - eine fehlende Alternative.

Deshalb rufen wir alle Schüler und Lehrlinge dazu auf, bei der Bildung des LSB mitzuwirken, damit auch ihre Meinung in einem zu verfassenden Gründungspapier verarbeitet werden kann. Der LSB wird sich unseren Vorstellungen nach für die Ausgestaltung eines attraktiven Sozialismus (natürlich auch an der Schule!), für die pluralistische Ausgestaltung des eben begonnenen "Dialoges" und der Politik, vor allem aber für die Interessen und Rechte derjenigen Schüler und Lehrlinge einsetzen, die nicht in der FDJ sind.

Jetzt wollen wir mit Eurer Hilfe ein Gründungspapier erarbeiten. Deshalb wendet Euch mit Euren Vorschlägen bitte an (...)

Postadresse: Gruppe LSB, Joachim (...)-Straße 20, Rostock 1, 2500.

aus: Norddeutsche Neuste Nachrichten, Nr. 274, 21.11.1989, 37. Jahrgang, Bezirkszeitung der National-Demokratischen Partei Deutschlands, Herausgeber: Präsidium des Hautausschusses der National-Demokratischen Partei Deutschlands