DDR 1989/90Brandenburger Tor

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Frauengruppen haben sich jetzt vereint

Zusammenschluss der Gruppen im unabhängigen Verband

Am Dienstag, dem 20. Februar 1990, konstituierte sich im Haus der Lehrer der Unabhängige Frauenverband in Frankfurt (Oder) (UFV). 23 Vertreterinnen verschiedener Fraueninitiativen, wie die Gruppe ART-IG, die "Frauen der PDS", die christliche Frauengruppe, die Gruppe Gleichgeschlechtlich Liebende (GL), wählten den Koordinierungsrat für Frankfurt (Oder). Die Kandidatinnen, die an diesem Abend für die gemeinsame Liste mit den Grünen zur Volkskammerwahl aufgestellt wurden, sind Constanze Rehfeld und Jutta Baum. Insgesamt rund 80 Mitglieder hat mittlerweile der Unabhängige Frauenverband, der Büros auch in Eisenhüttenstadt, Schwedt und Eberswalde einrichten will. Erst am Sonnabend, dem 17. Februar, fand die Delegiertenkonferenz des republikweiten Unabhängigen Frauenverbandes statt. Acht Vertreterinnen aus Frankfurt wären dabei und stellten auf der Koordinierungsversammlung am Dienstag Vorschläge und Vorhaben der weiteren Arbeit vor.

So soll am 8. März, 17.00 Uhr vorm Rathaus die zweite Frankfurter Frauendemonstration stattfinden, mit abschließendem Laternenumzug für die Kinder. Übrigens eine Demo, die so oder so ähnlich in der DDR an diesem Abend stattfinden wird. Zur Zeit gibt es noch Probleme, da der UFV noch über kein eigenes Büro verfügt. Interessierte Frauen, die mitarbeiten oder Probleme in Familie, Beruf und Erziehung ansprechen wollen, sich vorläufig an folgende Kontakttelefone wenden: Telefon (...) und Gruppe GL Telefon (...). Ein Dankeschön an die Männer die sich in der Zeit, wo die Frau sich um andere kümmern, das Kind behüten, wurde an diesem Abend auch ausgesprochen.

Neuer Tag, Nr. 45, 22.01.1990, 39. Jahrgang, Herausgeber: Verlag Neuer Tag