DDR 1989/90Brandenburger Tor

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Initiative für antifaschistische Einheit

Eine Antifaschistische Initiativgruppe Dresden hat sich in der Bezirksstadt konstituiert. In einer Erklärung heißt es dazu:

"Der Antifaschismus muss und kann heute einen aktiven Beitrag für de demokratische Erneuerung der DDR leisten. Denn Antifaschismus vertreten, das heißt heute wie damals: Eintreten für die Menschenrechte und Menschenwürde, für Frieden und Demokratie, für Freiheit und Solidarität." Zum Antifaschismus würden sich die meisten bisherigen und neuen gesellschaftlichen Gruppierungen bekennen. "Wie für die gesamte Republik wollen wir deshalb auch in unserem Bezirk und in den Kreisen unabhängige, selbständige, demokratische Organisationen der Antifaschisten bilden. Eine antifaschistische Initiativgruppe hat sich inzwischen vorläufig im Bezirk und in der Stadt Dresden konstituiert und ruft alle Bürger, Gruppen, Organisationen und kirchlichen Kreise, die sich dem Antifaschismus verpflichtet fühlen, zur Mitwirkung auf. Wir wollen das Bündnis mit allen im antifaschistischen Konsens, besonders mit der Jugend."

Sitz der Initiativgruppe, wo jeder Interessierte Auskunft über Ziele und Aufgaben der künftigen Organisation erhält, ist die Mahn- und Gedenkstätte im Georg-Schumann-Bau der Technischen Universität Dresden, Salvador-Allende-Platz 3, Telefon (...), Sprechzeit der Mitglieder der Initiativgruppe: donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

aus: Sächsische Zeitung, Nr. 13, 16.01.1990, 45. Jahrgang, Sozialistische Tageszeitung für den Bezirk Dresden, Herausgeber: Geschäftsführender Bezirksvorstand Dresden der SED/PDS