DDR 1989/90Brandenburger Tor

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lila offensive

Am 23. November 1989 stellte die Initiative "lila offensive" (lilo), die sich aus Frauen gebildet hat, die vorher in anderen Frauengruppen aktiv waren, in der Gethsemanekirche in Berlin, ihr Standortpapier vor. Auf Vorschlag von Walfriede Schmitt, die Schauspielerin in der Volksbühne war, wurde die Durchführung eines landesweiten Treffens für den 03. Dezember 1989 in der Volksbühne beschlossen, auf dem der Unabhängige Frauenverband gegründet wurde.

Im Oktober 1991 trat die lila offensive mittels einer Traueranzeige in der taz aus dem UFV aus.

Das erste Treffen der lila offensive fand am 11. Oktober 1989 statt. Als politische Vereinigung konstituierten sich die lilos am 02.12.1989. Auf der Demo am 04.11.1989 in Berlin, zu der auch die lilo aufgerufen hatte, gab es zum ersten Mal einen Frauenblock.

Die lila offensive war maßgeblich an der Gründung des Unabhängigen Frauenverbandes beteiligt. Mitstreiterinnen waren auch in der VL vertreten. Die lilos gibt es noch heute. lila offensive e.V.

Mitbegründerinnen waren u.a. Ute Großmann, Kathrin Rohnstock, Christian Schenk, Walfriede Schmitt und Gabriele Zekina

Weiter Frauengruppen u.a. war die SOFI (Sozialistische Frauen-Initiative). Entstanden an der Hochschule für Ökonomie, Bruno Leuschner. Umbenennung 1990 in Solidarische Fraueninitiative. Das ZIF (Zentrum für Interdisziplinäre Frauenforschung) entstanden an der Humboldt Universität zu Berlin. Der EWA (Erster weiblicher Aufbruch) entstanden am 03.12.1989 als Frauengruppe Prenzlauer Berg in Berlin (Initiatorin Giesela Koch). Lik (Lesben in der Kirche), Frauenclub Cottbus, AG Frauen in der SED, Frauengruppe der Berliner Adventsgemeinde, Fraueninitiative Leipzig (Neues Forum). Die Fraueninitiative Leipzig verließ das Neue Forum 1990. Sie war ein Teil des UFV. Von 1990-1994 saß eine Abgeordnete der Fraueninitiative Leipzig im Leipziger Stadtparlament.

Am 24. Februar 1990 gründete sich die Frauenunion der CDU. In dem Aufruf zur Gründung wird der UFV-Slogen "Ohne Frauen ist kein Staat zu machen" benutzten. Was bei dem UFV Empörung auslöste.

Ebenfalls im Februar wurde die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) gegründet.

Anfang 1989 erschien die Zeitschrift "frau anders". Sie wurde von der Lesbengruppe (Redaktionsgruppe) Jena herausgegeben. Die Lesbengruppe Jena entstand Ende 1985. Die Redaktionsgruppe wurde 1990 ein Teil des Unabhängigen Frauenverbandes. Sie löste sich 1993 auf. Die Lesbengruppe "Lila Pause" gab ab 1989 das Infoblatt "Lesbenpost" heraus. Informationsblätter unter dem Namen "Das Band" und "lila netz" erschienen in Dresden. In Leipzig die "Frauenblätter". Anfang 1990 erschien in Leipzig die Zeitschrift "Zaunreiterin". Bereits Pfingsten 1989 wurde das Zeitungsprojekt unter dem Titel "Glashaus" in Jena vorgestellt. Die Zaunreiterin erschien bis 1994. Die Zeitung "Ypsilon" aus Berlin erschien von Juli 1990 bis Dezember 1994. Vom UFV Berlin wurde das InfoBlatt herausgegeben.

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