DDR 1989/90Brandenburger Tor

Impressum


Verantwortung für Natur und Umwelt

Grüne Liga versteht sich als Netzwerk der ökologischen Bewegung

Die Grüne Liga e. V. entstand im Herbst 1989 aus Umwelt- und Naturschutzgruppen, die in der Vergangenheit selbständig oder unter dem Dach der Kirchen sowie teilweise auch innerhalb der Gesellschaft für Natur und Umwelt tätig waren. Zu einer Zeit, da Umweltdaten geheime Verschlusssachen waren, versuchten sie, Daten über den Zustand unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu sammeln, zu verbreiten und das Verantwortungsbewusstsein der Bürger für ihre Umwelt zu wecken. Viele waren deshalb Repressalien ausgesetzt. Die Grüne Liga versteht sich bewusst als Netzwerk der ökologischen Bewegung - hier kommen Menschen zusammen, die sich für die Umwelt verantwortliche fühlen und sich für ihren Schutz einsetzen wollen. Als Bürgerbewegung ist die Grüne Liga überparteilich und überkonfessionell. Sie ordnet sich ein in die internationale grüne Bewegung und erklärt sich solidarisch mit den armen Ländern unserer Erde.

Zu den Programmschwerpunkten gehören Bestrebungen, die Wirtschaft des Landes nach ökologischen Notwendigkeiten umzustrukturieren, auf die Folgen unserer Lebensweise aufmerksam zu machen und Bürger zu ermutigen, sich einer Konsum- und Wegwerfhaltung zu widersetzen. Sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen proklamieren wir ebenso wie ein möglichst umfassendes und ökonomisch wie ökologisch bilanziertes Recyclingsystem. Schäden in der Umwelt sollten nach dem Verursacherprinzip gesetzlich sanktioniert werden. Nur wenn die Lebensräume für Pflanzen und Tiere erhalten bleiben, wird auch der Mensch eine Zukunft auf der Erde haben. So ist die Arbeit der Grünen Liga auch künftigen Generationen verpflichtet.

Die Grüne Liga ist in allen Ländern der bisherigen DDR mit vielen Gruppen präsent, gegenwärtig beginnen Umweltgruppen aus anderen Bundesländern, sich der Grünen Liga anzuschließen.

Zentrale Geschäftsstelle:
Friedrichstr. 165, Berlin 1080
Tel. (...)
Grüne Liga Berlin: Jessnerstr. 19
Berlin 1035, Tel. (...)

aus: PODIUM - die Seite der und für die BürgerInnen-Bewegung, Initiativen und Minderheiten, in Berliner Zeitung, Nr. 243, 46. Jahrgang, 17.10.1990