DDR 1989/90Brandenburger Tor

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Demokratie Jetzt

"Demokratie Jetzt" (DJ) tritt als Bürgerinitiative für eine demokratische Gesellschaft ein. Schon als es noch nicht Mode war forderten wir: Freiheit des Staates von der Politbürokratie, freie und geheime Wahlen, ein neues Mediengesetz, Rechtsreform, unabhängige Gewerkschaften und Reisefreiheit. Heute vertritt das sogar die SED.

Ohne Anstöße wäre diese "Wende" nicht gekommen. Von DJ kamen dabei:

- der Aufruf zur Volksabstimmung über den Führungsanspruch der SED

- der Vorschlag des "Runden Tisches" auch für die neuen politischen Kräfte

DJ will nicht Partei sein, sondern als Bürgerinitiative arbeiten. Wir werden uns nicht zur Wahl stellen. Unbelastet vom Zwang zu Programmen und Statuten, vom Werben um "Wählergunst" wollen wir den Prozess der Veränderungen aufmerksam begleiten, unsere Meinung sagen und Nötiges tun. DJ will sowohl nachdenken über besonders Drängendes (Deutschlandfrage, Wirtschaftskonzepte, und Strukturen einer demokratischen Gesellschaft) als auch dringende Veränderungen (Auflösung des Amtes für (Un) Sicherheit, Offenlegung der Parteifinanzen) einfordern.

Darüber hinaus wollen wir mit neuen Parteien und Gruppen mit demokratischen Zielen zusammengehen. Mit dem DA haben wir ein Arbeits- und Aktionsbündnis geschlossen und werden ihn in Magdeburg als künftige Partei unterstützen. Erste Schritte zu einer "Wahlkoalition" sind schon getan.

- Demonstrationen werden gemeinsam getragen

- im Bürgerkomitee arbeiten NF, SDP, DA und DJ-Mitglieder zusammen

- die "Andere Zeitung" wird künftig gemeinsam herausgegeben

Eine neue Gesellschaft braucht neue - nicht nur "erneuerte" - Kräfte, um stalinistischen Ungeist zu überwinden. Auch Ihre Kraft, Ihre Phantasie werden gebraucht.

Wenn Sie an der Arbeit von DJ interessiert sind, wenden Sie sich an

* D(...) A(...) * (...)straße 28 * 3080 Magdeburg

[aus dem Flugblatt von Demokratie Jetzt und Demokratischer Aufbruch, Magdeburg im Dezember 1989]