DDR 1989/90Brandenburger Tor

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Junge Demokraten

Jugend des Demokratischen Aufbruchs

Programm, Entwurf vom 5.2.1990

Die Jugendpolitik der SED ist gescheitert. Der Versuch, die Jugend der DDR zur Kampfreserve einer Partei zu machen ist misslungen. Zehntausende haben das Land verlassen, Andere haben einen Ausweg durch Flucht in Extreme gesucht.

Die "Jungen Demokraten", Jugend des Demokratischen Aufbruchs, verstehen sich als Jugendvereinigung , die der Partei Demokratischer Aufbruch - sozial, ökologisch - nahe steht. Die inhaltliche Arbeit der Jungen Demokraten orientiert sich am Programm des DA vom 17.12.1989. Wir fühlen uns mit allen Gruppen und Bewegungen, die eine sozial verträgliche, ökologisch orientierte Zukunft gestalten wollen solidarisch.

Wir setzen uns für eine politische Vertretung der Jugend im Parlament ein. Entsprechend der Funktion und im Interesse am Funktionieren eines Parlamentes muss diese Vertretung innerhalb von Parteien erfolgen. Wir werden eine Vertretung der Jungen Demokraten im Rahmen des DA ausüben. In dieser Form ist die Mitsprache der Jungen Demokraten in den die Jugendlichen betreffenden Fragen garantiert.

Wir unterstützen die demokratische Mitbestimmung Jugendlicher durch Schülervereinigungen, Studentenvereinigungen sowie der berufstätigen Jugend durch arbeitrechtliche Jugendvertretungen.

Wir setzen uns für die Sicherung von Publizität der Jugend in den Medien ein Eigenverantwortliche Medienprojekte wie Jugendzeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen müssen gefördert werden.

Die Jugend hat ein Recht darauf, ihr Leben in einer lebenswerten Umwelt aufzubauen. Wir empfinden es als unsere Pflicht durch Ermutigung zu solidarisch-ökophiler Lebensweise die Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten.

Wir setzen uns für neue Freizeitangebote ein. Räume zur Unterhaltung, Bildung und sozialer Beratung müssen geschaffen werden. Junge Leute brauchen Freiraum, um sich frei von Bevormundung neue Wege zu suchen.

Jugendliche müssen sich ihren Platz in der Gesellschaft erst suchen. Daher bedürfen sie der besonderen Unterstützung durch Staat. Die staatlichen Mittel für Jugendarbeit müssen durch spezielle projektgebundene Verteilung und Unterstützung der Jugendvertretungen den Jugendlichen insgesamt zugute kommen.

Ausgehend von unseren Vorstellungen des Humanismus setzen wir uns für eine Kultur des Streits und der Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Interessen in unserer Zeit ein.