DDR 1989/90Brandenburger Tor


Mi. 2. Mai


Die Gewerkschaft Wissenschaft der DDR (GW) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft der BRD (GEW) wollen eine einheitliche gewerkschaftliche Interessenvertretung im Bildungs- und Wissenschaftsbereich aufbauen und in die weiteren Gespräche auch die BRD-Gewerkschaft ÖTV einbeziehen. Das erklärten die Vorsitzenden beider Gewerkschaften, Dr. Günter Eiselt (GW) und Dr. Dieter Wunder (GEW), nach dem zweiten Treffen von Delegationen der Hauptvorstände in Frankfurt (Main).
(Neues Deutschland, Mi. 02.05.1990)

Ein "Institut für Europa-Erziehung" wurde an der Pädagogischen Hochschule "Clara Zetkin" in Leipzig gegründet. Sein Ziel ist es, Lehrerstudenten den geistig-kulturellen Reichtum des europäischen Studien- und Lernfeldes erschließen zu helfen. Im kommenden September wird das Institut gemeinsam mit der Europäischen Bildungs- und Aktionsgemeinschaft (EBAG) die Sommerakademie Leipzig ausrichten.
(Neues Deutschland, Mi. 02.05.1990)

Die CSU-Schwesterpartei Deutsche Soziale Union (DSU) will nach den Worten des geschäftsführenden Vorsitzenden Hubertus Nowack ihren politischen Wirkungskreis auf das Gebiet der DDR beschränken. Die DSU sei zwar mit der CSU "fast deckungsgleich", aber kein Ableger der Christsozialen. "Wir sind das, was die CSU in Bayern ist", sagte Nowack. Formen einer engeren Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien in der Zukunft seien derzeit noch nicht absehbar.
(Berliner Zeitung, Mi. 02.05.1990)